Julia Gillard Brüste für die gemobbte Politikerin

Twitter ist derzeit voller Dekolleté-Fotos von Frauen. Damit unterstützen Australierinnen Julia Gillard, die sich vor sexistischen Kommentaren und Vorwürfen kaum noch retten kann.

Immer wieder musste sich Julia Gillard, 51, sexistische Sprüche und Aktionen gefallen lassen. Bereits im Wahlkampf 2011 begann der Mobbing-Terror gegen die Politikerin. Im Internet kursieren seither massenhaft Collagen und Karikaturen, die frauenfeindlicher nicht sein könnten. Selbst Regierungsmitglieder verhalten sich immer wieder daneben. So hat Oppositionspolitiker Mal Brough, 51, laut «The Guardian» bei einem Spendenmarathon eine Speise angeboten, die «Julia-Gillard-Wachtel» hiess - mit dem Zusatz: «Mit kleiner Brust und fetten Schenkeln

In einer Rede hat sich die Premierministerin vor Kurzem gegen Oppositionschef Tony Abbott, 55, gewehrt, von dem sie ebenfalls diskriminiert worden ist. Dieser habe sich nämlich während seines Wahlkampfs vor Menschen fotografieren lassen, die Hassplakate gegen die 51-Jährige in den Händen hielten. Darauf wurde Gillard als «Hexe» und «Hure» beschimpft.

Als nun auch noch eine - weibliche - Radiomoderatorin die Premierministerin kritisierte, sie zeige zu viel Haut, wurde es nicht nur mehr Julia Gillard zuviel. Eine Bloggerin namens Jennifer Wilson setzte eine Protestaktion in Gang. Sie forderte die Australierinnen auf, mit dem Hashtag #ConvoyOfCleavage Fotos von ihren Dekolletés auf Twitter zu veröffentlichen. «Wir können es nicht länger hinnehmen. Schnürt eure Brüste hoch, Schwestern!», schrieb sie. Auch auf Facebook ist eine Seite entstanden, die der Politikerin Unterstützung bietet. «Wir haben Neuigkeiten: Frauen haben Brüste», heisst es dort. 

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