American Apparel Das Label lanciert Kampagne mit kurvigen Models

Wird das Jahr 2013 rund und rosig? Ja, zumindest wenn es nach American Apparel geht. In der neusten Kampagne des amerikanischen Mode-Labels tragen die Frauen nebst der Unterwäsche nämlich auch ein paar gesunde Pfunde mehr auf den Hüften.

Ausgerechnet American Apparel sagt derzeit der Magermodel-Industrie den Kampf an. Dabei war es das Sportswear-Label, das in der Vergangenheit wegen seiner Kampagnen im Porno-Chic aneckte. Doch mit dem neuen Jahr haben die Verantwortlichen wohl auch ein neues Körpergefühl entdeckt. In den jüngsten Modeaufnahmen zeigen die Models runde Hintern, wohlproportionierte Hüften und mehr Busen, als das sonst der Fall ist. 

Damit setzt American Apparel auf den Trend der Natürlichkeit, der sich in der gesamten Modeindustrie langsam, aber stetig ausbreitet. So haben die Veranstalter der Berliner Fashion Week, «Vogue» und IMG, die Designer dazu aufgerufen, sich für ihre Show im Juli an die Prinzipien einer internationalen Gesundheitsinitiative zu halten. Denn «Models haben für viele Frauen eine Vorbildfunktion und sind Botschafterinnen für die gesamte Modebranche», erklärte die deutsche «Vogue»-Chefredaktorin Christine Arp während einer begleitenden Pressekonferenz. Ausserdem werde man die Designer bitten, die Folgen unrealistisch kleiner Mustergrössen ihrer Kleidung zu bedenken.

Doch bei Karl Lagerfeld, 79, scheint dieser Trend noch lange nicht angekommen sein. «Übergewicht ist viel gefährlicher als Magersucht und schlecht für die Gesundheit», sagte der Chefdesigner von Chanel erst kürzlich in der britischen TV-Show «Channel 4 News». Der Modedesigner kämpfte lange mit Übergewicht und speckte im Jahr 2000 innerhalb von 13 Monaten 42 Kilo ab. Seitdem bewegt er sich mit seinen 60 Kilo und einem Body-Mass-Index von 18.9 selbst am Rande der Magersucht. 

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