Donald Trumps Abschlussrede am WEF 2018 «Kommt nach Amerika und macht Geschäfte»

Heute Freitag beschloss Donald Trump mit einer Lobeshymne auf seine Politik das Weltwirtschaftsforum in Davos. Der US-Präsident wurde während rund 45 Minuten nicht müde, die Errungenschaften seiner Regierung aufzuzählen und schoss gewohnt scharf gegen die Presse.

WEF-Gründer Klaus Schwab heisst Donald Trump mit einer überschwänglichen Dankesrede willkommen. Es sei eine grosse Ehre für das Weltwirtschaftsforum, dass der US-Präsident sich die Zeit genommen habe. Ausserdem lobte Schwab die Steuerreform, die Trumps Kabinett vor Kurzem absegnete. 

Lob, das eigentlich gar nicht mehr nötig gewesen wäre: Denn Trump feierte sich und seine Politik in seiner Rede auch gleich selber. Seit dem Beginn seiner Präsidentschaft gehe es Amerika so gut wie schon lange nicht mehr. Es seien Millionen von neuen Arbeitsplätzen geschaffen worden, zahllose Firmen investieren in die USA und seine Regentschaft habe das Leben von Millionen von Amerikanern verbessert. 

«Renaissance eines starken Amerikas»

«Wir sehen eine Renaissance eines starken und wohlhabenden Amerikas. Es hat noch niemals einen besseren Zeitpunkt gegeben, um in den USA Geschäfte aufzubauen.» Man habe die Steuern massiv gesenkt, um Familie zu entalsten und damit Geschäfte wieder investieren würden.

    Für jede Regel, die sein Kabinett aufstelle, werden zwei sinnlose von seiner demokratischen Vorgänger abgeschafft, verspricht Trump. Er und seine Regierung hätten mehr sinnlose Regeln als jede anderen Präsidentschaft abgeschafft und das habe zu den zahlreichen Erfolgen für die amerikanische Wirtschaft geführt. 

    Frauen an die Arbeit

    So habe die Firma «Apple», dank der trumpschen Steuerreform, angekündigt, Milliarden US-Dollar aus ausländischen Investitionen wieder in die USA zu holen. Die Arbeitslosigkeit sei so niedrig wie noch nie. Besonders Latinos, Frauen und Afroamerikaner seien unter seiner Politik wieder zu Arbeit gekommen, feiert sich der Präsident weiter.

    Aber, «America first» bedeute nicht, «America alone», sagt Donald Trump. «Amerika ist der Ort, an dem man Geschäfte machen kann. Kommen Sie. Ich glaube an die Vereinigten Staaten», fordert er die Zuhörer, ihreszeichens die wichtigsten Wirtschaftsvertreter der Welt, auf.  

    Presse sei falsch, gierig und hinterhältig

    In seiner Lobeshymne feiert er auch die Bemühungen seiner Regierung, Nordkorea zu entnuklearisieren, und seinen harten Kurs gegen den Terrorismus. «Wir arbeiten stark daran, dass Afghanistan nie wieder eine Oase für Terroristen wird. Ich danke auch anderen Ländern, die mithelfen, die Sicherheit in dem Land wieder herzustellen.»

    Im anschliessenden Gespräch mit WEF-Gründer Klaus Schwab holt Donald Trump dann noch erstaunlich hart zum gewohnten Rundumschlag gegen die Medien aus. Er sei schrecklich, wie falsch, hinterhältig und gierig die Presse sei. Besonders, seit er zum Präsidenten gewählt worden sei. 

    Medienverbot im Kongresszentrum

    Pikant: Sicherheitsleute aus den USA haben Vertretern etlicher Schweizer und internationaler Medien daran gehindert, der Abschlussrede des US-Präsidenten Donald Trump am WEF live beizuwohnen. Zahlreichen akkreditierten Journalisten wurde der Zugang zum Kongresssaal des Weltwirtschaftsforums verweigert. Dies, obwohl ihnen der Eintritt im Vorfeld erlaubt worden war und sie teils Stunden vor Redebeginn angestanden hatten.

    Somit geht das WEF 2018 zu Ende. Und obwohl so hoch dotierte Teilnehmer den Weg nach Davos fanden wie selten, vermochte der US-Präsident sie alle in seinen Schatten zu stellen.

    Alle Artikel über das WEF und den Trump-Besuch finden Sie in unserem Dossier. 

     
     
     
     
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