«Euro-Jobs Project» Dieser Mann arbeitet sich durch Europa

Weil er Angst hatte, in seinem Beruf zu stagnieren, begibt sich Jan Lachner auf neue Wege: In seinem Projekt «Euro-Jobs» macht er 33 Praktika in 33 europäischen Ländern. In der Schweiz baut er Alphörner, in Tschechien braut er Bier und in Schweden designt er Möbel.

Mit 25 Jahren steht Jan Lachner mitten im Berufsleben, ist erfolgreich in seinem Job als Diplomingenieur in Luft- und Raumfahrttechnik. Trotzdem ist er nicht zufrieden. Der Deutsch-Franzose fragt sich, wie sein Leben wohl wäre, wenn er in einem anderen Land zur Welt gekommen wäre. Die Neugier lässt ihn nicht los und so startet er am 23. November 2011 ein Projekt, das ihn bis heute beschäftigen soll: «Euro-Jobs». Sein Ziel: In 33 Ländern Europas 33 verschiedene, jeweils landestypische Berufe auszuprobieren - eine Schnupperlehre für Abenteurer. 

Sein erster Trip führt ihn nach Malta, wo er als Fischer arbeitet, in den folgenden Monaten probiert er sich aber auch als Landwirt in Rumänien oder als Archäologe in Griechenland. Auch in der Schweiz schnuppert Lachner - bei einem Alphornbauer. Seine Erlebnisse hält er auf der eigens fürs Projekt eingerichteten Website fest, er beschreibt die bereisten Länder, stellt die Firmen vor, in denen er arbeitet und dokumentiert alles mit der Kamera. 

Über zwei Jahre nach dem Start der kreativen Europatournee hat Lachner sein Ziel fast erreicht. Zuletzt arbeitete er in Grossbritannien als Aquariums-Taucher. Seine nächste Destionation heisst Portugal, dort besucht er die Korkindustrie. Und dann fehlt ihm nur noch ein Land: Italien. Bei der Jobsuche braucht er allerdings noch Unterstützung, wie er auf seiner Website schreibt: «Ich suche nach jeder Arbeit, die entweder typisch für Italien, oder einfach aussergewöhnlich und sehr spezifisch ist».

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