Nach Einbürgerungs-Skandal Funda Yilmaz wird nun doch Schweizerin

Der öffentliche Druck war zu gross. Der Fehlentscheid zu krass. Die Gemeinde Buchs AG bürgert Funda Yilmaz nun doch ein. Im ersten Anlauf verweigerte sie der jungen Türkin den roten Pass noch, weil sie angeblich zu wenig integriert war.
Funda Yilmaz mit Schweizerpass
© Pascal Mora

Glücklich und erleichtert: Funda Yilmaz bekommt endlich ihren Schweizer Pass.

Heute Abend hat es Funda Yilmaz endlich geschafft. Der Buchser Einwohnerrat - das Gemeindeparlament - hat den Einbürgerungsantrag der 25-Jährigen mit 27 zu 8 Stimmen und 2 Enthaltungen angenommen. Für die gebürtige Türkin nimmt damit der Spiessrutenlauf um den roten Pass ein Ende.

Bereits Ende Juni stimmte das Gremium über die Einbürgerung der jungen Frau ab. Damals nahm der Einwohnerrat mit 20 zu 12 Stimmen bei 5 Enthaltungen noch die Empfehlung der Einbürgerungskommission an, Yilmaz' Gesuch abzulehnen. Grund dafür sei mangelnde Integration gewesen.

Eine der bizarren Begründungen: Funda Yilmaz kaufe bei Migros und Aldi ein statt im Dorfladen. Darauf veröffentlichte die «Schweizer Illustrierte» das gesamte Protokoll der Einbürgerungsgespräche.  Die 92 dümmlichen Fragen ernteten vernichtende Kritik - in der Schweiz wie im Ausland.

Die gesamte Geschichte zum Fall Funda Yilmaz ist in unserem Dossier zu finden.

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