Revolutionäre Jugend Gruppe reagiert auf SI-Artikel Linksautonome fordern ihren Kaktus ein

In der Ausgabe vom 14. Juli verlieh die «Schweizer Illustrierte» der Revolutionären Jugend Gruppe den Kaktus. Die Gruppierung hat auf Facebook zu einer Solidaritätsdemo für die Verhafteten und Verletzten am G20-Gipfel in Hamburg aufgerufen. Dies nachdem dort die Proteste in Gewalt ausuferten. Daraufhin hat sich die Gruppe beschwert, den Kaktus nicht erhalten zu haben. Unsere Antwort.

Liebe Revolutionäre Jugend Gruppe

Unglaublich! Die Linksautonomen lesen die «Schweizer Illustrierte»! Oder doch nicht? Zumindest habt ihr von der Revolutionären Jugend Gruppe mitbekommen, dass wir euch in der Ausgabe vom 14. Juli den Kaktus verliehen haben. «Kim und die RJG sind nun tief in die Promiwelt eingedrungen und machen die Tratsch-Blätter unsicher», schreibt ihr auf Facebook. Und beschwert euch, dass die «SI», also «der ‹Blick› für jene, die sich nicht für Politik interessieren» euch das stachlige Gewächs nur symbolisch geschickt hat.

Ihr mutmasst «Rignier» (sic!) befinde sich auf Sparkurs. Erstens: Wir gehören zu RINGIER Axel Springer Schweiz. Aber halb so wild. Zweitens: Wenn ihr den Kaktus so sehnsüchtig erwartet: Warum gibts denn keine Adresse? So viel zur von der linken Seite so oft eingeforderten Transparenz.

Aber wir wollen jetzt mal nicht so sein: Ein Prachtexemplar von einem Kaktus ist auf dem Weg in die Berner Reitschule. Dort könnt ihr ihn ganz anonym und vermummt entgegennehmen.

Unter einer Bedingung: Ihr lest das Heft mit eurem Kaktus wirklich. Etwa das Einbürgerungsprotokoll der Türkin Funda Yilmaz, das bis nach China für Schlagzeilen gesorgt hat. Oder den Brief an Bundesratskandidat Ignazio Cassis. Oder die Geschichte über das Kinderspital von Beat Richner in Kambodscha, das ohne seinen Gründervater auskommen muss.     

Und wer weiss, vielleicht seht ihr unser «Tratsch-Blatt» dann mit anderen Augen. Genauso wie wir unseren Blick vielleicht ändern, wenn ihr mit uns ohne Sturmmaske sprechen würdet.

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