Unsere «Game of Thrones»-Momente Die Drachen metzeln in Westeros

Halbzeit bei in Staffel 7 von «Game of Thrones». Folge vier «The Spoils of War» fühlt sich aber eigentlich an, wie ein absoluter Höhepunkt. Die Macher lassen uns nicht eine Sekunde zur Ruhe kommen und man fragt sich: Welche Highlights wollen die denn noch auftischen? Freunde, es handelt sich um Game of Thrones. Keiner ist sicher. ACHTUNG SPOILER! 

Der letzte Stand 

Nachdem die Charaktere während der letzten sechs Staffeln in alle sieben Winde gestreut wurden, ist es nun Zeit, zusammenzukommen. Es gab gerade zwei grosse Treffen: Bran Stark kehrte zurück nach Winterfell und traf seine Schwester Sansa, die Königin im Norden, und machte direkt klar, wer nun der Spinner im Hause Stark ist. 

Mehr Eis als Feuer war auch das erste Zusammentreffen von Daenerys Targaryen und Jon Snow in Dragonstone. Kurz zusammengefasst. Sie so: «Knie nieder und anerkenne mich als deine Königin.» Er so: «Ähm, nope.»  

Während Starks und Targaryens sich um einen Familientherapeuten kümmern sollten, nimmt Jamie Lannister Highgarden, den Familiensitz der Tyrells, ein. Dort bekommt er all das Gold, das die Lannisters brauchen, um ihre Schulden bei der Bank von Braavos zahlen zu können. Nebenbei tötet er Familienoberhaupt Lady Oleanna Tyrell. RIP. 

Wir starten also mit vielen neuen Möglichkeiten in Folge 4: «The Spoils of War». Hier unsere besten Momente. ABER ACHTUNG: 

Der Mein-Herz-platzt-Moment

Ein Reiter schaut aus der Ferne auf Winterfell. Und es handelt sich um niemand Geringeres als: Arya Stark. Sie ist da. Zuhause. Fast. Aber die Macher der Serie sind bekanntlich gemeine Menschen und darum dauert es gefühlt Stunden, bis Arya endlich ankommt. Und dann ist es so weit: Sansa und Arya. Zusammen. In Winterfell! Sie umarmen sich. Und dann trifft sie auch noch Bran!

Drei Starks in Winterfell. Mein Herz explodiert. Mein Kopf schreit: «Das ist zu schön. Uns «GOT»-Fans kein Glück gegönnt! Irgend etwas Schreckliches wird passieren. Trau niemandem!» Diese Serie hat mich theatralisch gemacht.

Die Stark-Geschwister vereint in Winterfell
© HBO

Endlich sind die drei Starks wieder vereint. Dass es nicht so friedlich bleiben wird, dürfte wohl jedem klar sein. Besonders spannend: Brans Rolle in den kommenden Folgen. 

Der OMG-Moment

Jon hat das Dragonglas unter Daenerys Festung entdeckt und will ihr nun die Mine zeigen. Die beiden laufen tief in die Höhle und es knistert. Nicht nur von den Fackeln. Wir kommen unserem grossen Wunsch, Daeny + Jon = <3, endlich näher. Dass die beiden Tante und Neffe sind, übersehen wir grosszügig. Inzest ist ja auch immer ein bisschen Ansichtssache. In Westeros.

Daeny und Jon Snow besuchen die Höhle in Dragonstone
© HBO

Jon mit Daeny in der Dragonglas-Miene unter Dragonstone. Die gesamte Fan-Gemeinde hält den Atem an und hat schmutzige Gedanken. 

Und: wir wissen auch, was das letzte Mal passierte, als Jon mit einer Frau in einer Höhle war.

Jon und Ygritte Game of Thrones
© Screenshot/HBO

In der fünften Folge von Staffel drei verschwand Jon Snow schon einmal mit einer Frau in einer Höhle. Ygritte sollte damals lernen, dass der Bastard nicht nichts weiss. 

Leider werden unsere Gebete nicht erhört und die beiden schauen sich lediglich Höhlenmalereien an. Wenigstens kann Jon Daenerys davon überzeugen, dass die Whitewalker wirklich existieren. Sie will jetzt mit ihm kämpfen. Wenn er vor ihr niederkniet. Nicht-schon-wieder. 

Der Ich-lach-mich-tot-Moment

Szenenwechsel: Wir befinden uns ausserhalb von Highgarden. Jamie und Ser Bronn sind auf dem Weg nach Kings Landing. Im Gepäck jede Menge Gold, Soldaten und Nahrungsmittel. Alles, was die Lannisters brauchen, um den Krieg zu gewinnen. Bronn, besser bekannt als König der Opi-Witze, fällt fast vom Pferd vor Lachen, als sich ihm ein tapferer Tyrell-Soldat vorstellt. Sein Name: D-I-C-K-o-n. Gnihihi.

Der WTF-Moment

Eigentlich ist die ganze zweite Hälfte der vierten Folge ein einziger WTF-Moment. Jamie und Bronn glauben, sie könnten jetzt mal ganz entspannt zurück nach Kings Landing reiten und dann: Geschrei, galloppierende Pferdehufe, Tausende von verrückten Dothraki und Drogon der Drache mit Daenerys auf dem Rücken. BÄM! 

Daenerys und Drogon im Kampf gegen die Lannisters
© HBO

Drogon lässt keinen Stein auf dem anderen.

Ein Wort, «Dracarys», und Hunderte von Soldaten und Lastkarren stehen in Flammen. Doch dem nicht genug: Aus der Ferne schaut Tyrion zu, wie sein Bruder Jamie chancenlos gegen die Übermacht ankämpft. Und so manchem Zuschauer mag plötzlich klar werden — Gut und Böse sind nicht mehr so einfach zu trennen. Klar, Cersei soll nicht die Macht an sich reissen. Aber Jamie soll auch nicht sterben. Daenerys ist die Königin der Wahl. Ist aber auch so ein kleines bizzli verrückt. Wie gesagt, die Macher von «GOT» sind sadistische Sadisten. Doppelsadisten!

So sadistisch, dass sie im grössten WTF-Moment den Abspann einblenden. Jamie will Daenerys von hinten mit einem Speer ermorden. Drogon sieht das und will wiederum Jamie verkohlen. Bronn ist schneller und stösst Jamie ins Wasser. Der beginnt, mit seiner schweren Rüstung zu sinken. Und Ende. IST DAS EUER ERNST?

Und jetzt?

Die wichtigste Frage ist wohl, ob Jamie überlebt oder nicht. Wir prognostizieren: Er lebt. Und er wird Daenerys wichtigster Gefangener. Das würde alles verändern. Ausserdem verrät der Trailer zu Folge fünf, dass Daenerys die verbleibenden Tyrells und Lannisters für sich gewinnen will. Wenn sie niederknien. Was hat die nur mit Männern auf Knien? Naja, aus Sicht einer Frau ist das kein abwegiger Gedanke.

Ein kleines, leicht zu übersehendes, Detail verrät der Trailer auch: Jon berichtet in Dragonstone, dass Bran die White Walker gen Süden marschieren sah. Bis zum Ende von «The Spoils of War» wusste Jon aber noch nichts von Brans Ankunft in Winterfell und dessen Fähigkeit in die Zukunft und die Vergangenheit sehen zu können. Das heisst: Jon weiss endlich, dass Bran zurück ist. Hat ihn vielleicht sogar getroffen. Wann wird er Jon endlich von seiner Herkunft erzählen? Wie sollen wir ohne Antworten bis Montag schlafen können?

Hier der Trailer zu Folge fünf «Eastwatch»

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