Clooney, Kardashian & Co. Heiraten in Europa ist in - wegen der Diskretion

Statt in der Privatvilla in Hollywood sagen internationale Stars viel lieber in Europa Ja. Dass Italien, Frankreich oder die Schweiz viele Hochzeitslustige anziehen, liegt auf der Hand, meinen Experten. Schliesslich gilt beispielsweise in Gstaad als oberstes Kriterium im Umgang mit Prominenten: Diskretion.
Hochzeiten in Europa Stars wie George Clooney Boris Becker Schweiz
© Montage SI online

Ja, Si, Oui, sagen Stars am liebsten in Europa.

Sie leben in Los Angeles, New York, London und Mailand, aber tun es in Venedig, Florenz, Paris oder St. Moritz. Stars ziehen es vor, ihre Hochzeit nicht dort zu feiern, wo sie leben. Jüngstes Beispiel: George Clooney, 53, und Amal Alamuddin, 36. Die beiden liessen ihre Angehörigen und Freunde aus der ganzen Welt für ihre traumhafte Feier nach Venedig einfliegen, Kanye West, 36, und Kim Kardashian, 33, haben sich mit ihrer Hochzeitsgesellschaft gar von Paris bis nach Florenz gefeiert.

Doch warum reisen US-Stars eigentlich lieber mit ihrer ganzen Entourage nach Europa, als bequem da zu feiern, wo sie leben? SI online hat die Antworten in zwei bekannten Schweizer Touristenorten gesucht. In Gstaad und St. Moritz gingen schon einige hochkarätige Feste über die Bühne, in St. Moriz ehelichte Tennis-Legende Boris Becker 2009 seine Lilly.

MÄRCHENHAFTE KULISSE UND ZURÜCKHALTENDE ANWOHNER
Der Engadiner Ferienort gehöre zu den bekanntesten und traditionsreichsten der Welt, begründet Stephanie Elmer von «Engadin St. Moritz» die Beliebtheit des Ziels. Und: «Engadin St. Moritz ist auch dafür geschätzt, dass man sich ganz ruhig und privat das Ja-Wort geben kann: Viele bekannte Persönlichkeiten haben dies fern vom Blitzlichtgewitter getan.»

Ähnlich tönt es im Berner Oberland. «Generell gilt: Gstaad wahrt die Diskretion. Prominente Gäste sind nicht Gegenstand unserer Kommunikation», sagt Kerstin Sonnekalb von Gstaad Tourismus zu SI online. Nebst zurückhaltenden Anwohnern bieten zudem beide Reiseziele eine Kulisse wie im Märchen. Und: «Hochklassige Hotellerie, Gastronomie, Shoppingmöglichkeiten und Wellness auf engem Raum in einer zugleich schillernden und inspirierenden Umgebung», wie Elmer aus St. Moritz betont oder wie es Sonnekalb aus Gstaad beschreibt: «Je nach Gusto - von rustikal bis top luxuriös - den Möglichkeiten sind hier kaum Grenzen gesetzt.»

NORMALOS WOLLENS WIE DIE STARS
Wer zufrieden war mit seiner Feier, trägt dies weiter. War ein Prominenter zufrieden mit seiner Feier, ist der Werbe-Effekt unbezahlbar. Man erinnere sich an die Hochzeit von Katie Holmes und Tom Cruise im italienischen Bracciano. Die zwei waren 2006 nicht die ersten, die das traumhafte Schloss für den Anlass auswählten. Auch Eros Ramazzotti und Michelle Hunziker sagten dort Ja zueinander. Das färbt ab, auch auf den Normalsterblichen.

Ein Marktforschungsinstitut hat in einer Studie aufgezeigt, dass 2012 über 230'000 Ausländer in Italien geheiratet haben. Und somit über 1,2 Millionen Gäste mitgebracht haben, wie die Nachrichtenagentur dpa schreibt. Als Gründe für die Wahl gaben die Befragten Begriffe wie «schön» oder «romantisch» an. Laut dem Institut geht es vielen Paaren heute nicht mehr nur darum, dass die Ehe bis zum Lebensende dauert. Die Erinnerung an eine perfekte Feier sei viel wichtiger.

Die hatten damals wohl Ramazzotti und Hunziker. Auch ihre Ehe hat nicht gehalten, trotzdem haben sie den Glauben an die Liebe nicht verloren - Eros hat kürzlich seine Verlobte geheiratet und Michelle wird am 10. Oktober ihren Tomaso Trussardi ehelichen.

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