Brustkrebs Engländerin zeigt alles - inklusive amputierter Brust

Sie will inspirieren und wachrütteln: Hannah Foxley aus London ist schon zweimal an Brustkrebs erkrankt und liess sich nun nach ihrer Mastektomie nackt für das Magazin «Cosmopolitan» ablichten. Die 35-Jährige hat einen beschwerlichen Leidensweg hinter sich. Und er ist noch nicht zu Ende.
Brustkrebs Hannah Foxley posiert nackt mit amputierter Brust für Cosmopolitan
© Thomas Watts / Cosmopolitan

«Du kannst wunderschön sein, auch wenn Teile deines Körpers entfernt wurden»: Hannah Foxley zeigt sich nach ihrer Mastektomie nackt in der «Cosmopolitan».

Vor drei Jahren veränderte sich Hannah Foxleys Leben grundlegend. Im April 2011 wurde bei ihr ein Knoten im Busen entdeckt. Diagnose: Brustkrebs. Und erst kurz zuvor war ihr Vater verstorben. An Krebs. «Es war, als ob ich von einem Zug erfasst wurde», erinnert sich die heute 35-jährige Londonerin im Gespräch mit der englischen Ausgabe der «Cosmopolitan». «Es fühlte sich irreal an. Wie die meisten Frauen dachte ich, ich sei unbesiegbar.»

Hannah Foxley hatte eine Lumpektomie - eine brusterhaltende chirurgische Entfernung des Tumors - und musste sich einer schweren Chemotherapie unterziehen. Dann, nur eine Woche bevor die Behandlung zu Ende war, folgte der nächste Schicksalsschlag: Sie entdeckte einen weiteren Knoten. Jetzt musste eine Mastektomie her, will heissen: Die linke Brust musste amputiert werden. Anschliessend stand eine fünfwöchige Strahlentherapie an.

«Es war schwierig», sagt sie gegenüber «MailOnline». Etwas zu verlieren, das für viele der Schlüssel zur Weiblichkeit sei, benötige viel Verarbeitung. Hannah Foxley hatte da ihre ganz eigene Strategie: Sie liess ihren Leidensprozess fotografieren - vor der Brustenfernung und danach.

Ihren Körper soll nun auch die ganze Welt sehen können. Hannah Foxley posiert nackt in der März-Ausgabe der englischen «Cosmopolitan». Mit der einen Hand verdeckt sie ihren Intimbereich, mit der anderen ihre rechte Brust. Auf die linke Seite, bei der die Mastektomie vorgenommen wurde, gewährt sie freie Sicht. So selbstbewusst war sie nicht immer: «Ich fürchtete mich davor, wie mein Körper aussehen würde. Und vor den Reaktionen der Männer», gesteht sie im dazugehörigen Artikel. «Aber ich realisierte auch, dass ich immer noch einen fitten und gesunden Körper habe. Das einzige, das sich änderte, waren die Kleider, die ich tragen konnte.» 

Mit ihrem ungewöhnlich freizügigen Auftritt will sie andere Frauen nun inspirieren. «Ich will, dass sie meine Bilder ansehen und sagen: ‹Sie schaut wunderschön aus, und ich kann das auch›.»

Die Brustentfernung war bei Hannah Foxley war erfolgreich, sie gilt heute als geheilt. Zurzeit wird sie beobachtet - und sie steht auf der Warteliste für eine Brustrekonstruktion. Dabei muss sich in Geduld üben: Zwölf Monate könnte es gehen, bis sie endlich an der Reihe ist.

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