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  3. Mamalicious Thema: Wie oft gehen Mütter in den Ausgang

Im Gespräch bei Mamalicious

Hey Mamis, geht ihr überhaupt noch in den Ausgang?

Das wilde Partyleben von einst schwindet mit dem ersten Kind meist unverzüglich. Die Mütter der Mamalicious-Community diskutieren, in welcher Form und wie oft sie noch in den Ausgang gehen.

Paar tanzend Tanz Ausgang Disco

Selten, aber es gibt sie: Einige Mütter tanzen nach wie vor ganze Nächte durch.

iStock

Mutter werden verändert vieles radikal. Darunter auch das Ausgangsleben. Das scheint allerdings typenbedingt zu sein. Wer schon als Single keine Partymaus war, wird es als Mutter mit grösster Wahrscheinlichkeit auch nicht mehr.

Kein Wunder also, dass auf die Frage nach dem Ausgangsleben in der Mamalicious-Community die Schere weit auseinanderklafft. Die Antworten reichen von «nie» bis «wie in alten Zeiten».

Das letzte Mal vor vier Jahren weg

«Ausgang ist für mich gestorben. Ich war das letzte Mal vor vier Jahren weg», sagt eine Frau und eine andere: «Vor dem Kind war ich viel weg, jetzt gar nicht mehr.» Nur noch zuhause rumsitzen, kommt für die meisten Mamis allerdings überhaupt nicht in Frage: «Auch wir Mütter brauchen mal was anderes als Lätzchen und Windeln.»

Eine andere sagt: «Man ist doch nicht nur Mutter, sondern immer noch ein Mensch mit Bedürfnissen.» Fast schon empört äussert sich eine weitere: «Unbedingt! Ich veranstalte auch regelmässig Partys, das buche ich dann unter Arbeit ab.»

Wichtige Freiräume

Was genau unter Ausgang zu verstehen ist, auch da scheiden sich die Geister. Einige Frauen sehen darin lediglich, einem Hobby nachzugehen. Einmal pro Woche am Abend ein bis zwei Stunden für sich zu haben.

Die meisten gestalten Ausgang so, dass sie entweder mit Freundinnen oder dem Partner auswärts essen gehen oder ins Kino, ins Theater oder an ein Konzert. Das kann zwei bis dreimal pro Jahr sein, monatlich oder auch ein bis zweimal pro Woche an einem fixen Abend. 

«Ich brauche diese Abende als Ausgleich. Sonst wäre ich nicht glücklich», schreibt eine Frau. Eine andere betont ebenfalls: «Mein Partner und ich profitieren beide davon, wenn wir uns diese Freiräume gönnen. Ob nun gemeinsam oder separat mit unseren Freunden.»

Eine dritte: «Du bist Mama, das heisst aber nicht, dass du jetzt die nächsten 18 Jahre 365 Tage 24 Stunden um dein Kind sein musst.» 

Müde Mütter

Es sei alles eine Frage der Organisation, hält eine Frau fest und weiter: «Ich gebe die Kids dann immer auswärts. Ich kann nicht spät ins Bett und dann wieder früh raus und Programm machen mit dem Nachwuchs.»

Eine andere Mutter schreibt: «Solange die Kinder gut versorgt sind, ist das doch überhaupt kein Problem.» Sie gibt allerdings zu bedenken: «Zu Beginn, kurz nach der Geburt, aber finde ich, sollte man die Prioritäten schon auf das Baby setzen.»

Was die Ausdauer anbelangt, sind sich fast alle Mütter einig: Ausgang ja, aber nicht allzu lange. «Ich bin meist rasch müde und will bei Zeiten wieder nach Hause», halten viele fest. Eine Frau sagt: «Das Bedürfnis nach exzessivem Ausgang habe ich nicht mehr. Das habe ich vor den Kindern voll ausgekostet. Jetzt mit 40 bräuchte ich wohl auch dreimal so lange, bis ich mich wieder von einer richtigen Partynacht erholt hätte.»

Tanzen wie in alten Zeiten

Nur ein kleiner Teil tanzt noch ganze Nächte durch. Zwar nicht mehr so regelmässig wie früher, dafür dann richtig, so wie in alten Zeiten. «Ich bin wählerisch geworden und lese mir nur noch die Perlen unter den Partyevents aus. Wenn ich dann aber rausgehe, dann hardcore», schreibt eine Mutter und fügt ein freudestrahlendes Emoji und einen Mucki-Arm hinten an.

Von Maria Ryser am 11. April 2019