Sommer Her mit den kühlen Drinks!

Sonnenschein! Zeit für erfrischende Getränke, die das Leben versüssen. Doch was braucht es eigentlich, um einen trendigen Sommerdrink zu kreieren? SI online hat bei den Profis nachgefragt. René Gut und Rolf Lang von der Destillerie Willisau Diwisa im Getränke-Check.
Sommerdrinks Strand
© Thinkstockphotos

Farbig, fruchtig und erfrischend müssen sie sein, die Sommerdrinks.

Erfrischende Mixgetränke wie «Hugo», «Aperol Spritz» oder «Mochito» sind beliebt an heissen Sommertagen. Das weiss auch der Luzerner René Gut. Vor zwölf Jahren hat er das Familienunternehmen «Diwisa» übernommen, eine Traditions-Destillerie in Willisau. Wo erst nur Kirsch und Zwätschge produziert wurden, werden heute die unterschiedlichsten Modedrinks hergestellt. Die Schnäpse machen noch 8 Prozent des Erfolgs aus. Die Mixgetränke herrschen vor.

Als René Gut merkte, wie gut sich «Hugo», der Prosecco mit Holundersirup, Limetten und Minzblättern, verkauft, brachte er ihn als fixfertige Mischung in die Flasche. Und als Marketingleiter Rolf Lang im vergangenen Jahr in Südfrankreich Urlaub machte, stiess er bereits auf die nächste Idee. «Rosé mit Grapefruit war das beliebteste Sommergetränk!» erzählt er im Gespräch mit SI online. Zurück in der Schweiz wusste er, was er zu tun hatte. «Wir haben einen eigenen Drink aus der Idee entwickelt. Herausgekommen ist der ‹Leo›.»

Doch wie kreiert man eigentlich einen trendigen Sommerdrink? Das sagen René Gut und Rolf Lang über...

...TRENDS
«Es geht darum, richtig zu recherchieren», erklärt Rolf Lang. «Finden Sie heraus, welche Aromen zurzeit gefragt sind. Und zwar nicht nur bei Getränken, sondern auch in Joghurts oder in Kosmetikartikeln.» Aktuell sei Grapefruit angesagt. Deswegen besteht der «Leo» aus Schaumwein rosé mit Pink-Grapefruit, Orange und Minze.

...EIGENE DRINKS
Will man ein eigenes Getränk kreieren, gehören die Ideen sortiert. Erst müssen Sie sich entscheiden, welche Art von Drink Sie machen wollen. Dazu brauchen Sie eine Basisspirituose. Wollen Sie ein Wodka-Getränk? Oder soll Gin die Grundlage sein? Oder Rum? Auch ein Schaumwein wäre möglich. Dann können Sie wild experimentieren mit den Aromen. «Am besten mit einem Likör oder Sirup», rät Lang. Am Ende füllen Sie ihre Kreation mit Limonade oder Fruchtsaft auf.

...DIE JUGEND UND DER ALKOHOL
Farbenfrohe Mixgetränke sprechen eindeutig junge Menschen an. Zu junge? Immerhin betrinken sich Jugendliche gern mit genau solchen Drinks, wie sie bei «Diwisa» produziert werden. «Wir sprechen die Jungen an, das stimmt. Aber Junge über 18! Wir pushen nichts und wir unterstützen keine Sauf-Partys. Wir haben auch schon E-Mails von Erwachsenen erhalten. Man wird manchmal an den Pranger gestellt. Wir halten uns aber an die Gesetzgebungen», betont Rolf Lang. Spirituosen-Werbung darf beispielsweise nicht mit Emotionen verknüpft werden. Daher gibts auch nie Gesichter dazu. Und auch im Unternehmen herrschen klare Regeln. Wer am Arbeitsplatz Alkohol trinkt, riskiert eine fristlose Kündigung. «Das ist bei uns ein Verhaltenskodex», bekräftigen Lang und Gut.

...DEN KATER DANACH
Von Billigprodukten bekomme man schneller einen Kater, sind Gut und Lang überzeugt. Und natürlich ist es noch schlimmer, verschiedene Alkoholika durcheinanderzutrinken. Kopfschmerzen bekommt man, weil der Körper dehydriert. «Ganz gefährlich sind Shots. Wer beispielsweise den ganzen Abend Jägermeister trinkt, dem fehlt die Flüssigkeit komplett», erklärt Rolf Lang. Daher ist es wichtig, viel Wasser zu trinken. Kommt es zu einem Rausch, ist der Tipp der Profis so normal wie der vom Nachbarn: «Nehmen Sie die Kopfschmerztablette bereits vor dem Schlafengehen.»

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