Ostern Keine Macht der (vielen) Schokolade

Wer kennt das nicht, die ungezügelte Lust auf Schokolade. Vor allem an Ostern ist die Verlockung gross. Überall sind sie verteilt, die süssen Versuchungen und betteln förmlich darum, vernascht zu werden. Wie Sie Ihre Schokoladensucht in den Griff bekommen und über Ostern kein zusätzliches Hüftgold ansetzen, weiss die Ernährungsexpertin Renate Frey.
  • Nachgeben oder nicht Nachgeben, das ist über Ostern die Frage. Doch wer einen Heisshunger auf Schokolade entwickelt, hat sehr wahrscheinlich nicht ausreichend gefrühstückt, meint Ernährungsberaterin Renate Frey. «Probieren Sie es morgens doch mal zusätzlich mit einem gekochten Osterei. Das bringt eine längere Sättigung.» 
  • Wer trotzdem unbändige Lust auf die wesentlich kleineren, dafür aber umso süsseren Eier hat, soll es mal mit einem Kräutertee oder Kaffee probieren. «Das gibt dem Körper Wärme und hat eine entspannende Wirkung auf den Magen. Man bekommt ein besseres Körpergefühl und hat weniger Lust auf Süsses.» Ein weiterer sehr effektiver Tipp sind Bonbons, Mundsprays oder Kaugummis mit Minze. «Die hat einen sehr dominanten Eigengeschmack und signalisiert, dass die Mahlzeit abgeschlossen ist», weiss Frey. «Sofortiges Zähneputzen nach dem Essen hilft aber auch, die Lust auf Schokolade zu drosseln.» 
  • Legen Sie für die Ostertage eine bestimmte Schokoladenration fest. Das ist ein guter Anreiz, nicht mehr zu essen als festgelegt wurde. «Jeder aus der Familie bekommt die gleiche Anzahl Schoggi in sein Osternest. Zwei bis drei süsse Eilis pro Tag sind erlaubt, wer mehr isst, hat seine Ration gehabt. Das bringt auch einen Lerneffekt für Kinder mit sich und lehrt sie, Süsses einzuteilen.»
  • Naschkatzen, die stark auf Aussenreize reagieren, sollten nach Möglichkeit nichts zu Hause rumliegen lassen. Der Rest der Familie muss sich angewöhnen, seine Vorräte zu verstecken. Klingt albern, hilft aber. Noch besser: «Was man nicht zu Hause hat, kann man auch nicht essen.»
  • Genuss-Banausen, die dazu neigen, Schokolade gierig zu verschlingen, sollten schleunigst das Geniessen (neu) erlernen. «Essen Sie Schokolade ganz bewusst», rät die Expertin. «Legen Sie sich ein Stück auf die Zunge, schliessen Sie die Augen und lassen Sie es langsam im Mund zergehen. Danach sollten sie den Geschmack unbedingt nachwirken lassen, bevor sie sich den nächstes Happen gönnen.» Kaufen Sie Schokolade nach Ihrem Geschmack, auch, wenn sie etwas teurer ist. «Das macht das Geniessen zu etwas ganz Besonderem.»
  • Haben Sie über die Ostertage ein volles Haus und neigen dazu, schnell gestresst zu sein? Dann hat hier Schokolade nichts zu suchen! «Versuchen Sie durch Atmung Spannung abzubauen. Atmen Sie tief ein und atmen Sie aus mit dem Wort ‹Schööön›, am besten an der frischen Luft. Auch Klopftechnik kann die nötige Entspannung bringen», sagt Frey.
  • Tauschen Sie helle gegen dunkle Schokolade. «Die enthält zwar gleich viel Kalorien, hat aber mehr Bitterstoff, die die Lust nach mehr drosseln.»
  • Stürzen Sie sich für die Ostereinkäufe nicht hungrig ins Getümmel. «Versuchen Sie, vor dem Gang in den Supermarkt ein paar Dar-Vida, eine Fruchtschnitte oder eine Banane zu essen. Wenn das nicht möglich ist, dann machen Sie sich eine Einkaufsliste und kaufen Sie nur das, was darauf notiert wurde», rät Renate Frey und fügt lachend hinzu: «Die Schokolade an der Kasse sollte rigoros ignoriert werden.»
  • Zelebrieren Sie die Tischkultur und schaffen Sie eine Atmosphäre, die zum Verweilen einlädt. Denn auch das nährt, sagt Renate Frey. «Essen Sie mit der ganzen Familie und kochen Sie mal wieder etwas Besonderes. Essen Sie langsam, denn auch das fördert die Sättigung.» 
     
  • Sie konnten trotz aller guter Vorsätze dem süssen Häsli im Garten nicht widerstehen? Machen Sie sich nicht zu viele Gedanken, sondern nutzen Sie die Sonnenstunden für einen Spaziergang. Der ist gut für das Körpergefühl - und den Seelenfrieden. 

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