Kendall Jones Vater der Teenie-Jägerin: «Sie ist eine Tierfreundin»

Sie liebt es, wilde Tiere in Südafrika zu töten. Zum Beweis postet Kendall Jones regelmässig Fotos von erlegtem Grosswild auf Facebook. Für ihr Hobby wird sie stark kritisiert - es gibt gar eine Petition, die ihr verbieten will, jemals wieder einen Fuss auf südafrikanisches Land zu setzen. Unverständlich, findet ihr Vater. Deshalb nimmt er seine Tochter in Schutz.
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© via Facebook

Kendall Jones muss für ihre Facebook-Posts mit getöteten Wildtieren harte Kritik einstecken.

Der blonde Engel mit dem Gewehr erhitzt die Gemüter von Tierschützern. In Südafrika begibt sie sich regelmässig auf die Jagd und tötet bedrohte Tiere - Nashorn, Löwe, Leopard, Elefant und Büffel stehen ganz oben auf ihrer Abschussliste. Anschliessend posiert sie mit dem geschossenen Grosswild für Fotos, die sie auf Facebook veröffentlicht.

Doch die 19-Jährige ist gar keine kaltblütige Mörderin. Findet zumindest ihr Vater. Cody Jones geht sogar so weit, zu behaupten, dass seine Tochter nur aus humanen Gründen tötet. «Der Löwe starb den Gnadentod», so Kendalls Papa zu Tmz.com. «Er war alt und konnte nicht mehr mit seinem Rudel mithalten.» Das Schicksal des Königs der Tiere war also so oder so besiegelt. Grund genug für Kendall Jones die Waffe zu ziehen und abzudrücken. Sonst hätte ihn ein jüngerer Artgenosse getötet, so Cody Jones weiter.

Um zu beweisen, dass Kendall tatsächlich eine Tierfreundin ist, erzählt er die Geschichte mit einem Nashorn. «Das Rhinozeros war nicht tot - es wurde von einem Löwen verwundet und später ruhiggesellt und zu einem Tierarzt gebracht.» Und übrigens stünden Tiere wie Leoparden, Elefanten und Löwen nicht auf der Liste bedrohter Tierarten. Da hätte er sich aber mal bei WWF schlau machen sollen - die Tiere gelten nämlich sehr wohl als gefährdet. Die Teenie-Killerin selbst äussert sich ebenfalls zu den Vorwürfen. Die Leute hätten keine Ahnung, was die Jäger eigentlich leisteten, schreibt die Studentin auf ihrem Facebook-Profil. Und zieht gleich noch einen Vergleich zum 26. Präsidenten der USA, Theodore Roosevelt, der als Vater des Naturschutzes galt. «Er hat dieselben Tiere gejagt, die Jäger heute noch schiessen und dafür angefeindet werden.»

Doch Tierschützer kaufen der Familie Jones die Begründung nicht ab. So meint bespielsweise die Tierschutzorganisation PETA zu Tmz.com: «Ihr einziges Interesse ist es, Wildtiere für einen anspruchslosen Nervenkitzel abzuschlachten.» Und ein Facebook-User schreibt: «Liebe Kendall, ich lebe in Mosambik und ich sage dir, du erlebst einen Blutrausch. Hör auf damit. Du hast nichts über Afrika verstanden.»

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