Mac-Kampagne Kosmetikfirma setzt auf starke Frauen

Sie lässt ihre Bizeps spielen und kann es figurtechnisch gesehen fast schon mit Hulk aufnehmen: Jelena Abbou ist das neue Aushängeschild der Kosmetikmarke Mac. So anmutig sie auch wirkt, mit ihr anlegen möchte man sich nicht.
Von ihr möchte man nicht übers Knie gelegt werden: Die Bodybuilderin Jelena Abbou bewirbt mit ihren Muckis die limitierte «Strength Collection» von Mac Cosmetics.
© MAC Cosmetics Von ihr möchte man nicht übers Knie gelegt werden: Die Bodybuilderin Jelena Abbou bewirbt mit ihren Muckis die limitierte «Strength Collection» von Mac Cosmetics.

Es ist eine ungewöhnliche Kampagne mit einer ungewöhnlichen Frau, die MAC für seine neuste Kosmetiklinie «Strength Collection» lanciert hat. Man schaut zweimal hin und stellt sich die Frage: Ist der Muskelprotz tatsächlich eine Frau? Für alle Ungläubigen: Ja, ist es. Die Dame heisst Jelena Abbou, ist Personal-Trainerin, Model und Bodybuilderin. Letzteres muss nicht explizit dazu gesagt werden. Die gebürtige Serbin ist in der Fitnessbranche keine Unbekannte. Das 35-jährige Model zierte mehrmals die Titelblätter diverser Sportmagazine und war in dem Werbespot von «Fahrenheit» zu sehen. Einer Lifestyle-Pille, die den Stoffwechsel ankurbeln und den Hunger drosseln soll. 

Nun lässt Jelena Abbou in einer schulterfreien Latex-Robe ihre geölten Muskeln spielen. Viel Weiblichkeit gepaart mit noch mehr Männlichkeit - das irritiert. Soll man (oder soll man nicht) den Anblick schön finden? Markenexperte Dominique von Matt jedenfalls lobt die Idee: «In der Kosmetikwerbung findet man nur wenige ungewöhnliche Kampagnen. Und Mac setzt den sehr eigenständigen Namen der Linie ‹Strength› direkt um.» Ausserdem greife sie einen Trend auf: Nämlich den, dass «Stars mit ihren Muskeln spielen», sagt der Experte im Gespräch mit SI online weiter. «Madonna hat es vorgemacht.»

Ob der Absatz von Mac-Produkten dank dem weiblichen Muskelpaket in den USA seit der Lancierung im Dezember gestiegen ist, weiss man nicht. Wie die Kampagne in Europa ankommt, wird sich noch herausstellen. Die limitierten Produkte, die sich durch kräftige Farben auszeichnen, sind erst ab Februar im Handel erhältlich. 

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