«Miin Balkon» So sichern Sie sich Balkon-Kräuter für den Winter!

Frische Kräuter vom Balkon - auch für den Winter! SI online zeigt in der Serie «Miin Balkon» alles rund ums Thema Terrasse und Balkon - welche Pflanzen an welche Standorte passen, welche Deko-Elemente angesagt sind und Tipps für die Grill-Party. Im fünften Teil: Wie rettet man den Kräutergarten vom Balkon in den Winter, wann ist der richtige Zeitpunkt und welche Kräuter eignen sich dafür?
Kräuter trocknen einfrieren Pflanzen Balkon Terrasse Kräutergarten konservieren
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Zu viel Basilikum? Wie wärs mit einem Pesto für die kalten Wintermonate?

Petersilie, Dill, Schnittlauch, Basilikum, Thymian, Rosmarin, Pfefferminze, Koriander, Zitronenmelisse... zurzeit wachsen die Kräuter auf den Schweizer Balkonen noch in voller Pracht. Der ideale Zeitpunkt, ein Stück seines Sommerbalkon-Feelings in den Winter zu retten. Denn solange die Kräuter noch in Saft sind, haben sie die beste Würzkraft. Balkonkräuter lassen sich auf verschiedenste Arten haltbar machen - und sorgen dann auch im Winter für Genuss.

MIIS ROSMARIN-STRÜÜSLI
Wuchert der Rosmarin auf dem Balkon? Dann kann man getrost einige Zweige davon zum Trocknen abzwacken. Diese mit Garn zu einem Kräuterbündel binden und kopfüber an einem warmen, schattigen und windstillen Ort aufhängen. Ist es im Freien zu feucht, eignet sich dafür auch der Estrich. Nach drei bis vier Tagen sollte das Kräutersträusschen getrocknet sein. Natürlich funktioniert dies auch mit anderen mediterranen Kräutern wie Pfefferminze, Salbei, Thymian oder Majoran. Die schnellere Methode: Kräuter zerkleinern, auf ein Backblech verteilen und bei 30 bis 40 Grad im Backofen bei leicht geöffneter Türe während rund drei Stunden trocknen. In aromadichten Behältern können die Kräuter so wunderbar für den Winter aufbewahrt werden.

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Zum Trocknen eignen sich vor allem mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian oder Pfefferminze. Wichtig: Die Sträusschen sollten nicht zu gross sein.

MIIN PETERLI-IISWÜRFEL
Einige Kräuter lassen sich nicht oder nur aufwendig trocknen, wie Schnittlauch oder Petersilie, dafür umso besser einfrieren. Schnittlauch, Petersilie aber auch Rosmarin, Salbei oder Oregano schneiden, in einer Eiswürfelform portionieren, Wasser darüber und ab ins Gefrierfach damit. Fertig sind die Kräuterwürfel für den Winter, die beim Kochen zum Schluss in die Suppe oder Sauce gegeben werden können. Anstelle von Wasser kann man die Kräuter auch mit Olivenöl oder flüssiger, kalter Butter übergiessen und einfrieren.

MIIS WINTER-PESTO
Ein heikles Kraut ist Basilikum. Beim Trocknen verliert Basilikum zu viel Aroma, beim Einfrieren besteht die Gefahr, dass sich die Blätter braun verfärben. Am besten funktioniert deshalb die Pesto-Variante. Pinienkerne in der Pfanne anrösten, Basilikumblätter, Knoblauch und Parmesan dazugeben und alles zusammen in einem Mörser zerstossen. Die Masse in ein Glas geben, mit Öl auffüllen - und schon lassen sich auch im Winter Pesto-Spaghetti mit frischem Basilikum auftischen.

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Basilikum, Pinienkernen, Knoblauch, Parmesan und Öl - und fertig ist das frische Sommerpesto für die kalten Winterabende.

MIIS CHRÜÜTERSALZ
Zu den ältesten Konservierungsmitteln überhaupt gehört Salz, das funktioniert natürlich auch mit Kräutern. Dazu einfach die gewünschten Balkonkräuter kleinhacken und je nach Gusto zum Beispiel im Verhältnis 1:7 mit Salz mischen (eine Einheit Salz, sieben Einheiten Kräuter). Im gut verschlossenen Glas oder anderem Behältnis lässt sich das Kräutersalz bis zu einem Jahr lagern - oder mindestens, bis der Balkon wieder frische Kräuter liefert.

MIIS CHRÜÜTER-ÖL - ODER SCHNAPPS?
Ähnlich wie Salz funktioniert die Konservierung auch mit Öl. Für ein feines Kräuteröl eignen sich frische Kräuter besonders gut, aber auch bereits getrocknete Kräuter - als Zweig oder gehackt - können verwendet werden. Die gewünschten Kräuter in eine Flasche geben, mit Öl (zum Beispiel Sonnenblumen- oder Rapsöl) auffüllen und vier bis sechs Wochen ziehen lassen. Ein Tipp: Wählt man eine dekorative Flasche, macht sich dies später auch schön als Blickfang auf dem Gästetisch oder als Geschenk aus dem Sommer zu Weihnachten. Die gleiche Methode funktioniert übrigens auch mit Schnaps - dann jedoch weniger zum Würzen...

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