Anti-Aids-Kampagne Anna-Lena und Stephan: Geschützt bis zum Aids-Test

«Pornografie!», «Staatslust!», «Skandal!»: Die Love-Life-Plakate zur Aids-Prävention sorgen für Schlagzeilen. Die «Schweizer Illustrierte» hat die Paare, die für die Bilder posiert haben, zu Hause besucht. Und siehe da: Sie sind weder Nudisten noch Exhibitionisten, sondern Eltern, Studierende oder Forscher. Im dritten von vier Teilen stellen wir Anna-Lena und Stephan vor.

Zweieinhalb Stunden in der Wanne, eineinhalb Stunden unter der Dusche! «Jetzt wissen wir, was Models leisten, wenn sie posieren», sagt Anna-Lena, 22. Sie und ihr Freund Stephan, 23, trugen lediglich knappe Unterwäsche. «Klar, das Bild löst bei den Leuten ein Kopfkino aus, aber wirklich zu sehen ist ja nichts», sagt Anna-Lena. Geld gab es für das Shooting, wie bei allen Paaren, keines. «Es geht um die Sache.» Als sie vor zwei Jahren zum Paar wurden, hätten sie nur geschützten Verkehr gehabt und zuerst einen Aids-Test gemacht, erzählt Stephan.

Beide studieren noch, er Rechtswissenschaften an der Uni Zürich, sie an der ETH. «Für irgendein Produkt würden wir nicht so posieren.» Aber die Botschaft der Aids-Hilfe sei wichtig. Vor 30 Jahren löste Charles Clerc noch einen Skandal aus, weil er in der «Tagesschau» ein Kondom über seinen Finger stülpte. «Trotzdem haben noch immer viele die Botschaft nicht verinnerlicht: Man muss sich und den Partner schützen!»

Am Sonntag stellen wir im vierten Teil Elena und Nicola vor.

Hier geht es zu Basil und Olivier und Nicole und Toni, die sich ebenfalls für die Anti-Aids-Kampagne in Szene setzen liessen.

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