Anti-Aids-Kampagne Basil und Olivier: «Wir bereuen nichts»

«Pornografie!», «Staatslust!», «Skandal!»: Die Love-Life-Plakate zur Aids-Prävention sorgen für Schlagzeilen. Die «Schweizer Illustrierte» hat die Paare, die für die Bilder posiert haben, zu Hause besucht. Und siehe da: Sie sind weder Nudisten noch Exhibitionisten, sondern Eltern, Studierende oder Forscher. Im ersten von vier Teilen stellen wir Basil und Olivier vor.

Keiner hat das Motto der Aids-Hilfe-Kampagne («Bereue nichts») so verinnerlicht wie Olivier, 25. Er trägt es sogar unter der Haut. Auf seinem rechten Unterarm prangt ein Tattoo mit dem berühmten Songzitat von Edith Piaf: «Je ne regrette rien.» Seit bald einem Jahr sind er und sein Freund Basil, 20, ein Paar.

Beide stehen hinter dem Motto der Kampagne. Basil: «Bei vielen Menschen hat die Angst vor HIV nachgelassen, weil die Krankheit mit Medikamenten oft in Schach gehalten werden kann.» Umso wichtiger sei es, an die Gefahren zu erinnern und offen über Verhütung und Schutz zu sprechen. Er habe das Gefühl, dass man gerade in der Homosexuellen-Szene wieder nachlässig werde.

Olivier und Basil sind beide noch in Ausbildung. Olivier besucht die Hotelfachschule in Luzern, Basil beginnt im Herbst ein Studium an der Hochschule der Künste in Zürich. Deshalb treffen sie sich meist im Elternhaus von Olivier in Thalwil ZH. Die Reaktionen der Eltern: «Sie finden es gut, dass wir uns für dieses Anliegen einsetzen. Aber sie sind auch nicht ganz unglücklich, dass man uns auf den Plakaten kaum erkennt», sagen sie lachend.

Am Freitag im zweiten Teil: Toni und Nicole.

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