Online-Dating «Meet At The Airport»: Alleine reisen war gestern

Vielflieger klagen oft über fehlende Möglichkeiten, einen Partner zu finden. Eine neue Dating-Website könnte jetzt Abhilfe schaffen. «Meet At The Airport» vernetzt Leute, die zur selben Zeit am selben Flughafen sind. Weitere Dienste bieten mit.
Einloggen vor dem Einchecken und vielleicht die grosse Liebe finden?
© Getty Images Einloggen vor dem Einchecken und vielleicht die grosse Liebe finden?

Reisen inspiriert: Filmregisseure lieben die romantische Idee zweier Fremder, die am Flughafen stranden und deren Schicksal fortan das gleiche ist. Jetzt hat ein amerikanischer Unternehmer einen ökonomischen Weg gefunden, einsame Seelen an Flughäfen zusammenzubringen. Auf der Dating-Website «Meet At The Airport» können Reisende ein Profil erstellen und so andere Reisende weltweit kennenlernen. Wer also beispielsweise am Flughafen warten muss, findet mit etwas Glück andere Menschen, die sich am gleichen Ort aufhalten. Laut Gründer Steven Pasternack bestehe so die Möglichkeit, nach dem Check-in jemanden kennenzulernen, der einen vielleicht bis zur Ankunft am Zielort begleitet - und vielleicht sogar noch weiter. «Eine Abflugsverspätung oder eine Flugplanänderung bedeutet plötzlich nicht mehr, dass man planlos rumsitzen muss», sagt er gegenüber Dailymail.co.uk

Dass Flughäfen oder eben auch Flugzeuge selbst eine perfekte Grundlage fürs Kennenlernen sein kann, haben auch Airlines selbst bemerkt. Die holländische KLM bietet etwa bei Online-Buchungen das «Social Seating» an, welches das Facebook-Profil des Reisenden übernimmt und ihm so ermöglicht, andere «Social Seater» zu sehen und seinen Sitzplatz entsprechend zu wählen. Und mit «SBB.Connect» können Schweizer Zugreisende künftig sehen, wenn Twitter- oder Facebook-Freunde im gleichen öffentlichen Verkehrsmittel unterwegs sind. 

Das Airport-Dating scheint in der Schweiz allerdings bisher noch nicht wirklich Anklang zu finden. Sucht man auf der Website Reisende, die schon am Flughafen Zürich waren, findet man keine. Besonders interessiert seien bisher Amerika, Mexiko und Deutschland. Aber auch das Design macht nicht wirklich Lust, nach möglichen neuen Freunden oder gar nach der grossen Liebe zu suchen. Unternehmer Pasternack scheint trotzdem auf das Rezept «Leute mit gleichen Interessen lassen sich leicht verkuppeln» zu setzen. Seine zweite Website macht dies noch deutlicher. Auf Sugardaddie.com können Männer nach einem «Sugar Babe» suchen oder eben Frauen explizit nach einem «Sugar Daddy».

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