#RKOI Reiche Kinder: Je dekadenter, desto besser

Ein anonymer Blogger nimmt sich den Schnappschüssen von superreichen Teenies an. Was für ihn als Hobby begann, entwickelte sich innert kürzester Zeit zu einem Internethype. SI online zeigt Ihnen die besten Fotos in einer Galerie.

«Sie haben mehr als du. Und das tun sie damit.» Unter diesem Titel sammelt eine unbekannte Person auf dem Blog RichKidsOfInstagram.Tumblr.com Instagram-Fotos von reichen Jugendlichen. Helikopter, Ferraris, goldene Handys und Kalaschnikows - es gibt nichts, was es im Leben der superreichen Teenies nicht gibt.

Alles habe mit einem Glas Wein und einem Vertipper in der Foto-Sharing-App Instagram begonnen, erzählte der anonyme Betreiber CNN.com. Er sei auf unzählige Fotos von reichen Kindern gestossen und habe diese gesammelt. Am 13. Juli dieses Jahres ging sein Blog online. Tausende Menschen kommentieren seither auf Facebook und Twitter die Bilder. Selbst die Goldkinder haben Gefallen an der Aufmerksamkeit bekommen. Mittlerweile versehen sie ihre Instagram-Bilder mit mit der Abkürzung für «Rich Kinds Of Instagram», #RKOI, damit ihre Bilder besser gefunden werden.

Doch nicht bei allen kommen die Schnappschüsse gut an. Auf Twitter meint ein User: «Lieber RAF als RKOI.» Diese Kinder lebten einen «Lifestyle Of The Rich And Worthless», äussert sich eine anderer. Für den Goldjungen Tom Ierna ist diese Kritik kein Problem, wie er unter dem Foto seiner goldenen Kalaschnikow schreibt: «Ich glaube, diejenigen, die das aufregt, sind einfach neidisch.» Seine These bestätigt sich nicht im Fall von Alexa Dell, selbst hauptberuflich reiche Tochter. Ihr Vater Michael Dell, der Chef des gleichnamigen Computerriesen, soll sie zum Löschen ihrer gesamten (!) Web-Präsenz gedrängt haben. Ausgelöst wurde sein Unmut offenbar durch ein Bild von Alexa und ihrem Bruder, die in einem Privatjet nach Fiji flogen und das Bild dazu veröffentlichten. Beim Löschen handle es sich um eine reine Sicherheitsmassnahme, rechtfertigte die Familie später.

Bei Alexa Schwartz und ihren Freundinnen sind es nicht die Eltern, die sich an den Helikopterfotos aus Saint-Tropez stören. Sie selbst mögen ihre plötzliche Prominenz nicht, wie sie im US-Frühstückfernsehen sagen: «Meine Freundinnen und ich wollen damit gar nicht in Verbindung gebracht werden. Das ist peinlich.»

Peinlich oder nicht - den Voyeurismus der Menschen hat nun auch die amerikanische Fernsehindustrie für sich entdeckt. Offenbar sind bei diversen Sendern bereits Doku-Reality-Shows über die Goldkinder in Planung. 

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