«The Wild Oats Project» Autorin versucht ihre Ehe zu retten - mit Sex mit Fremden

Sie wünschte sich ein Baby, er wollte partout keine Kinder. Sie wollte Leidenschaft, ihm genügte einmal Sex pro Woche. Deshalb verlangte sie, eine offene Ehe zu führen - ein Jahr lang vergnügten sie sich unter der Woche mit Fremden. Ihre Erfahrungen schrieb Robin Rinaldi in einem Buch nieder und erklärt, wieso sie heute glücklicher ist als je zuvor.
Robin Rinaldi The Wild Oats Project: Sex mit Fremden, Leidenschaft, Ehe
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Können Seitensprünge die Ehe besser machen? Robin Rinaldi wagte den verzweifelten Versuch.

Was tun, wenn sich die Frau Kinder wünscht, der Mann aber um keinen Preis ein Baby haben möchte? Für Robin Rinaldi war die Sache klar: Nachdem sich ihr Ehemann Scott nach 18 gemeinsamen Jahren für eine Sterilisation entschied, verlangte die damals 44-Jährige eine offene Ehe. «Ich weigere mich, ohne Kinder zu sterben und nur mit vier Männern geschlafen zu haben. Kann ich das eine nicht haben, brauche ich das andere», erklärt Rinaldi laut Washingtonpost.com in ihrem Buch «The Wild Oats Project: One Woman's Midlife Quest for Passion at Any Cost».

Gesagt, getan. Ein Jahr lang führten die Autorin und ihr Mann eine offene Beziehung. Unter der Woche wohnte sie in einem gemieteten Apartment in San Francisco, wo sie sich mit fremden Männern und Frauen vergnügte. Am Wochenende schlief sie mit ihrem Mann in der gemeinsamen Wohnung. Die Regeln, die das Paar aufstellte, waren simpel: «Keine Gefühle, kein ungeschützter Sex, nicht mit Bekannten schlafen.» Doch die beiden scheiterten kläglich.

In den zwölf Monaten suchte Rinaldi Hilfe bei Love-Guru Regena Thomashauer alias Mama Gena - dort lernte sie in einem Kurs, wie sie andere verführen und sich selbst beglücken kann. Auf Internet-Seiten wie Craigslist und Nerve.com suchte sie nach Männern zwischen 35 und 50 Jahren, die ihr dabei halfen, ihre Sexualität zu entdecken. Sie nahm an einem Mediations-Workshop teil, an dem sie mehr über ihren Orgasmus erfuhr. Sie erlebte ihr erstes Mal mit einer Frau. Insgesamt schlief die «The Wild Oats Project»-Autorin mit zwölf verschiedenen Fremden.

Am Ende kehrte sie zu ihrem Mann zurück, zog wieder in die gemeinsame Wohnung. Doch die Ehe-Probleme waren immer noch da. Am Anfang habe das Experiment ihr Sexleben zwar beflügelt, doch das Gefühl habe nicht lange gehalten. Robin und Scott fanden heraus, dass sich beide nicht an ihr Abkommen gehalten hatten. Während er sich in eine Jüngere verliebte und mit ihr eine Beziehung führte, brach sie gleich zwei Regeln. «Um die Wahrheit zu sagen, hatte ich es satt, Kondome zu benutzen», schreibt sie über den ungeschützten Sex mit einem Arbeitskollegen.

Die Moral von der Geschichte? Eine Ehe mit Sex mit Fremden retten zu wollen, ist wohl keine so gute Idee. Doch trotz Trennung von ihrem Mann Scott würde Robin Rinaldi ihr Jahr voller Lust und Leidenschaft nicht rückgängig machen wollen. Die Seitensprünge hatten etwas Gutes: Heute, fünf Jahre später, ist die 49-Jährige mit Alden liiert, den sie während ihres Experiments kennengelernt hat. «Es ist eine normale, monogame Beziehung», so die Autorin über ihre neue Liebe. Und sie erklärt: «Ich bin froh, dass ich die Ehe mit Scott erleben durfte (er hat ebenfalls eine neue Partnerin gefunden). Aber jetzt, in diesem Lebensabschnitt, glaube ich, dass ich in einer Beziehung mit jemandem, der genauso temperamentvoll ist, wie ich, am meisten lernen kann.» Auch die Kinderfrage beschäftigt Rinaldi nicht mehr, seit sie mit Alden zusammen ist: «Ich habe nun meinen Frieden mit dem Thema gefunden.»

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