Verhütung Schwangere Jungs sollen zum Safer Sex anregen

Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und der ungewollten Schwangerschaften. Denn: In keinem anderen westlichen Industriestaat werden Teenager so leicht schwanger wie in den USA. Um gegen dieses Problem anzugehen, wurde eine neue Werbekampagne ins Leben gerufen. Sie soll aufrütteln - mit schwangeren Jungs.

Es ist unvorstellbar, dass in einer aufgeklärten Welt wie Amerika immer noch so viele Minderjährige ungewollt schwanger werden. Doch in den USA sind pro Jahr im Schnitt rund 72 von 1000 Mädchen in «unglücklichen» Umständen. Und die kann man nicht immer der mangelnden Aufklärung zuschreiben. Oftmals ist es nämlich das soziale Umfeld, das Schuld an Teenager-Schwangerschaften ist. Denn: Junge Mädchen aus unteren Sozialschichten werden im Vergleich viel häufiger schwanger als jungendliche Angehörige der Mittel- beziehungsweise Oberschicht. Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, fährt die Stadt Chicago derzeit eine etwas provokante Werbekampagne auf.

Schwangere Jungs zieren die Fassaden von Häusern und Bussen und sollen mit ihrem Babybauch und dem Slogan «Unerwartet? Die meisten Teenager-Schwangerschaften sind es» auf die Problematik von ungewollten Schwangerschaften aufmerksam machen. Die Minderjährigen sollen verhüten - oder mit dem Sex noch etwas warten. «Wir wollten eine Werbekampagne ins Leben rufen, die sich abhebt und zum Nachdenken anregt. Über Teenager-Schwangerschaften, -Geburten und dass dies mehr als nur die Mädchen betrifft», sagt Brian Richardson. Der Sprecher des Chicago Department of Health weiss, dass Töchter von Teenager-Müttern oftmals selbst früh Kinder kriegen. Söhne von zu jungen Eltern hingegen hätten ein anderes Problem: Sie seien nicht selten kriminell und enden im Knast. 

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