Kindermädchen Sie sind mit die mächtigsten Frauen Hollywoods

Sie soll vertrauensvoll sein, über ausgezeichnete Zeugnisse verfügen, am besten mehrere Sprachen sprechen und natürlich Kinder lieben. Während den Müttern bei einer Nanny besonders wichtig ist, dass sie auf die Ernährung ihrer Kinder achtet, wollen die Väter, dass sie möglichst repräsentativ aussieht. Bei einer Eigenschaft sind sich die berühmten Eltern aber einig: Verschwiegen muss sie sein. Und wie.
Sarah Jessica Parker mit Nanny und ihren beiden Kindern
© Dukas

Sie greifen Hollywood-Grössen wie Sarah Jessica Parker im Familienalltag unter die Arme. Sie sind Freundin, Vertraute, Ersatzmamas und Allrounderinnen: Die Kindermädchen der Stars. Es gab gar schon Fälle, da haben diese sich auch noch um den jeweiligen Ehemann gekümmert.

In den reichen Haushalten dieser Welt sind Kindermädchen längst Statussymbol. Und zwar eines, das kostet: Bei einer Elite-Nanny zu 220'000 Franken pro Jahr - ohne Bonus und Apartment am Central Park West, wie die Welt.de aus einem Artikel der «New York Times» zitiert. Leicht verdientes Geld, denken Sie? Pustekuchen. Denn ein Hochpreis-Kindermädchen überschreibt ihrer neuen Familie ihr ganzes Leben. Pläne werden gemacht - für die Kinder, nicht aber für die Angestellte. Doch nicht nur die vielen Begabungen und der Verkauf der Seele rechtfertigen den Preis. Es ist auch das Schweigen, das teuer bezahlt werden muss. 

Um Marva Soogrim entbrannte wegen genau dieser Qualifikation ein regelrechter Kampf. Von Julia Roberts wegen ihrer Verschwiegenheit um ein Vielfaches für Sohn Henry abgeworben, kehrte die farbige Kindererzieherin Sheryl Crow, 51, den Rücken - und stieg damit als Babysitter in die Liga der Millionäre auf.

Weniger Glück hatte Geri Halliwell, 41, mit ihrem Kindermädchen Jasmin Schmidt. Die deutsche Haushaltshilfe soll die Tochter der Sängerin so hart angefasst haben, dass Bluebell, 7, mit blauen Flecken übersät war. Auch David, 38, und Victoria Beckham, 39, bereuten wohl die Anstellung von Abbie Gibson. Sie schilderte - übrigens äusserst detailreich - den Zoff aus dem Haushalt ihrer Arbeitgeber und behauptete sogar, der Ex-Fussballer hätte sich von dem Spice Girl trennen wollen. Während sich das Paar sicherlich bis heute schwer mit der Wahl ihrer Kindermädchen tut, sind Brad Pitt, 49, und Angelina Jolie, 38, hierbei noch unbeschwert. Für ihre Reise in die Karibik Anfang des vergangenen Jahres verpflichteten sie gleich zwölf Betreuerinnen für ihre sechs Kinder. «Brad und Angelina müssen der Nanny nicht nur komplett vertrauen können, was die Kinder angeht, sondern die neue Unterstützung muss auch die Privatsphäre der Familie akzeptieren», verriet ein Insider der britischen «Sun»Bei dem Paar, das drei biologische sowie drei adoptierte Kinder aus unterschiedlichen Ländern hat, muss eine qualifizierte Betreuerin einen College-Abschluss in Pädagogik haben. Ausserdem muss die Bewerberin mindestens zwei Fremdsprachen sprechen, eine davon sollte vorzugsweise die eines der Ursprungsländer der Adoptivkinder sein: also vietnamesisch oder chinesisch. Von dort stammen die älteren Kinder Maddox und Pax.

Aber nicht nur Prominente können Pech mit ihren Angestellten haben. Umgekehrt gibt es ebenso schwarze Schafe. So musste sich Sharon Stone, 55, im Mai 2012 wegen Rassismus-Vorwürfen vor Gericht verantworten. Der Star aus «Basic Instinct» soll die philippinische Herkunft ihrer Nanny Erlinda Elemen mit Dummheit gleichgesetzt haben, ihr wegen des Akzentes untersagt haben, mit ihren Kindern zu sprechen und sich beleidigend über deren Religion geäussert haben. Ähnliches Verhalten - wenn auch nicht ganz so verletzend - musste sich die Hausangestellte von Cora, 36, und Ralf Schumacher, 38, gefallen lassen. Ulrike G. wurde des Diebstahls bezichtigt und musste sich nach der Zeit im Hause des Rennfahrers in ärztliche Behandlung begeben. Die zickigen Anweisungen der Hausherrin («Für alle! Finger weg von unseren Sachen!», «China-Suppen nur für Schumachers!» und «Wo sind eigentlich die ganzen Bananen?») hätten sie krank gemacht. 

Es gibt aber auch das ganz besondere Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmerin. Nämlich Nannys, sie sich sowohl um Kind als auch den Mann des Hauses kümmern. Der aktuellste Fall: Rocco Stark, 27. Der einstige «Dschungelcamp»-Bewohner soll mit der Kinderfrau seiner vier Monate alten Tochter Amelia auf Tuchfühlung gegangen sein. Ob noch während seiner Beziehung zu Kim Gloss, 20, oder erst nach der Trennung? Keine Ahnung. Der Sohn von Uwe Ochsenknecht, 57, lässt uns darüber im Unklaren. «Kein Kommentar», lautete seine Antwort auf Nachfrage von Bunte.de.

Das Kindermädchen als Männerfalle? Da hat es schon einige (beinahe) darnieder gerafft. Schmusesänger Chris de Burgh, 64, hätte vor vielen Jahren wegen einer 19-Jährigen beinahe seine Ehe aufs Spiel gesetzt, beim 66-jährigen Arnold Schwarzenegger führte die Beziehung zu seiner Haushälterin Patricia (und der daraus resultierende Sohn) tatsächlich zum Bruch mit Gattin mit Maria Shriver, 57. Sienna Miller, 31, wollte die Demütigung von Jude Law, 40, ebenfalls nicht hinnehmen und trennte sich von dem Frauenschwarm, als der sie 2005 mit dem Kindermädchen Daisy Whright betrogen hat.  

Ethan Hawke ist der einzige Fremdgänger, der einen Nutzen aus dem Techtelmechtel mit der Babysitterin ziehen konnte. Bis heute lebt der 42-jährige Schauspieler mit Ryan Shawhughes zusammen. Das Paar hat mittlerweile zwei Töchter. Angeblich - und um eine Schlammschlacht zu vermeiden - seien sich die beiden aber erst nach Ethans Scheidung von Uma Thurman im Jahr 2004 näher gekommen. Das kann man jetzt glauben, muss man aber nicht.

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