Stephen Sutton Krebs im Endstadium - und der 19-Jährige sammelt Millionen

Eigentlich hat sich Stephen Sutton bereits am vergangenen Dienstag von der Welt verabschiedet. Eine Woche später ist der junge Mann jedoch noch immer am Leben. Es scheint, als ob die von ihm erwirtschafteten Spenden-Millionen dem Internet-Star neuen Auftrieb geben.
Stephen Sutton kämpft mit dem Krebs
© Via Facebook.com

«Wenn wir Gutes tun, kann das die Ausgangssitution verbessern», ist sich Stephen Sutton sicher. Deshalb sammelt der krebskranke 19-Jährige Geld für die britische Jugend-Krebshilfe.

Als Stephen Sutton, 19, nach der Diagnose Darmkrebs erfährt, dass er nicht mehr lange zu leben hat, steckt er sich noch 46 Ziele. Eines davon liegt dem damals 15-Jährigen - nebst Skydiving oder einem Tattoo - besondes am Herzen: 10'000 britische Pfund für die Jugend-Krebshilfe «Teenage Cancer Trust» zu sammeln. Da die Summe mithilfe der Spendenwebsite Justgiving.com jedoch schnell erreicht ist, erhöht er das Spendenziel auf eine Million.

Doch auch diese Zahl hat er innert kürzester Zeit massiv übertroffen: «Ich bin sehr glücklich. Wir haben drei Millionen Pfund für ‹Teenager Cancer Trust› zusammenbekommen», schreibt der Todgeweihte am Montag auf Twitter. Das, obwohl er bereits in der vergangenen Woche dachte, dass seinem Leben nun ein Ende gesetzt würde.

Denn da schrieb Stephen am 22. April: «Ich habe mich durchgekämpft, aber ich glaube, das ist jetzt eine Hürde zu viel.» Der junge Mann war sich zu dem Zeitpunkt sicher, dass sein letztes Stündchen geschlagen hat. «Das war es von mir. Aber das Leben war gut. Sehr gut. Ich liebe euch alle.» Zuvor liess er seine mehr als 180'000 Follower an seinem Gesundheitszustand teilhaben, der sich dramatisch verschlimmert habe. Schreiben oder sprechen würde ihm nach dem Kollabieren seines rechten Lungenflügels aufgrund von Tumoren sehr schwer fallen. Doch Suttons Abschied war zu früh. Nur zwei Tage später schreibt er nämlich: «Es gibt mich noch». Und: «Ich kämpfe, so gut ich kann.» 

Dass er aufgrund des grossen Medieninteresses die Menschen dazu bewegen konnte, mehr als drei Millionen Pfund für einen guten Zweck zu spenden, macht ihn ungeheuer stolz und gibt ihm Auftrieb, schreibt er auf Facebook - auch wenn diese frohe Botschaft natürlich «nicht die Tumore in meinem Körper heilen können». Dennoch wolle er in der Zwischenzeit seinen Erfolg nach dieser verrückten Woche feiern. «Diese wundervolle Reise, die sich Leben nennt und die drei Millionen Pfund für ‹Teenager Cancer Trust›.» Daher: «Ein fettes Daumen hoch von mir!!!»

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