Langweiliger Start von «Im Schatten der Burg» auf SRF Unsere fünf Gratis-Tipps, um die Sendung noch zu retten!

Puh, war das langweilig! Das Sommer-Special «Im Schatten der Burg» von SRF ist nicht mehr als ein netter Versuch eines Reality Formats. Doch Ihr müsst nicht verzagen, liebe Fernsehmacher! SI online hat für Euch fünf Gratis-Tipps, wie Ihr die Serie noch retten könnt!
Familie Dietschi Burg SRF
© SRF

Die Familie Dietschi im Mittelalter-Look: Simon, Vater Christoph, Ladina, Katja, Maurin und Mama Nicole (v. l.).

Seit Montag bewohnt die sechsköpfige Familie Dietschi eine Bauernhütte nahe der Neu-Bechburg im Kanton Solothurn. Das tut sie im Rahmen des diesjährigen Living-History-Projekts von «Schweiz Aktuell».

Das Konzept: Die Dietschis leben wie vor 500 Jahren, «so nahe an der Realität wie möglich», und die Zuschauer können durch Abstimmungen immer wieder ins Geschehen eingreifen. Momentan entscheidet das Fernsehpublikum, wie hoch der Zehnte ausfallen soll, den die Bauernfamilie dem Vogt abgeben muss. In Form von Getreide, Honig, Eiern, Heu und Geld.

Es passiert quasi nichts

SI online hat sich die erste Folge ansgeschaut und findet: Sorry! Aber da gibt es noch sehr viel Luft nach oben...

Die erste Folge sieht aus wie Schulfernsehen. Animationen und ein Historiker im Gespräch mit Moderatorin Katharina Locher, 31, erklären die Lebensumstände in der mittelalterlichen Schweiz. Das ist zwar interessant, aber leider alles andere als aufregend. Und immerhin nehmen die Erklärungen die Hälfte der Sendezeit ein!

In den verbleibenden acht Minuten, während die Familie auftritt, passiert rein gar nichts mehr! Die einzigen Aufreger: Die Dietschis müssen zu Fuss zu ihrem Bauernhaus gehen. Die Kleider sitzen ihnen nicht. Und die Ziegen und Hühner sind störrisch.

Es ist klar. Das SRF will nicht in dieselbe Kerbe schlagen wie 3+, nur schon aus politischen Gründen. Doch das verstehen wir gar nicht. In der Argumentation über den Service Public heisst es immer wieder, dass da auch Unterhaltung dazugehöre. Und was unterhält mehr als Formate wie «Die Bachelorette» oder «Bauer, ledig, sucht...»?

Doch Ihr müsst nicht verzweifeln, liebe SRF-Verantwortliche! Hier unsere fünf Tipps, wie Eure Serie doch noch Schwung gewinnen kann:

  1. Challenges: Überlegt Euch Tages-Aufgaben! Am besten solche mit Ekel-Faktor. Jemand muss zum Beispiel die Grube des Plumpsklos leeren. Schafft er es nicht innert einer Stunde, wartet eine fiese Strafe auf ihn.
  2. Eben: Fiese Strafen! Geteert und gefedert werden, jemanden eine Stunde in den Pranger stecken. Halt irgendwas, das man überlebt (jedenfalls physisch)...
  3. Zoff: Die Teilnehmer gegeneinander aufstacheln. Das TV-Team kann den Familienmitgliedern jeweils böse, erfundene Gerüchte erzählen, die angeblich über sie erzählt werden. Streit zieht immer!
  4. Erotik: Ein wenig nackte Haut muss sein. Während jemand auf die Kinder aufpasst, darf das Elternpaar im besonders weichen Himmelbett der Burg eine Nacht verbringen. Die Kerzen und das Massageöl nicht vergessen!
  5. Kummer-Box: Eine kleine Holzhütte, ein Hocker, eine Kamera, fertig. Die Kleinen könnten da drin in die Kamera jammern, wie sehr sie ihre Spielkonsolen vermissen und das ganze Experiment als blöde Idee der Eltern abtun. Tränen sind die Währung.
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