Studie Essverhalten Jazz-Musik macht dick, Hip-Hop verhilft zur Traumfigur

Ihr Liebster verwöhnt sie mit einem Candle-Light-Dinner und im Hintergrund säuselt Nat King Cole sein «Unforgettable»? Bei aller Romantik: Das mit der Bikinfigur können Sie so vergessen! Denn Forscher haben herausgefunden, dass Jazz-Musik dick macht. Wer abnehmen möchte, sollte beim Essen lieber Hip-Hop oder Rap hören.
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Im Hintergrund läuft Jazz-Musik? Dann müssen Sie sich nicht wundern, wenn Sie vermehrt Lust auf Süsses haben.

Man muss kein Wissenschaftler sein, um zu wissen, dass man mehr isst, wenn man sich in seiner Umgebung wohl fühlt. Für diese These reicht es schon, ein Genussmensch zu sein. Wie sich jedoch Musik auf das Essverhalten auswirkt, haben amerikanische Forscher der Universität Arkansas nun heraufgefunden: Bei Jazz wird reingehauen, bei Hip-Hop hingegen schmeckt das Essen schlechter. Zumindest bei den 99 Probanden, die jeweils ein Stück Peperoni und ein Stück Schokolade kosten durften. 

Während diese mit klassischer oder rockiger Musik, sowie abwechslungsweise mit Jazz und Hip-Hop beschallt wurden, sollten sie essen - um anschliessend anzugeben, wie es ihnen geschmeckt hat. Und wie intensiv sie den Geschmack empfunden haben. Ausserdem mussten sie beantworten, wie ihnen Konsistenz und Aussehen der beiden Lebensmittel gefallen haben. Das Resultat: Den Testpersonen schmeckte es besser, wenn sie Jazz hörten. Wenn im Hintergrund Hip-Hop lief, empfanden sie das Essen weniger gut.

Bei der Schokolade war der Effekt sogar noch stärker. Denn: «In emotionalen Situationen greifen Menschen eher zu Süssigkeiten als zu Gemüse oder Obst», wird der Ernährungsexperte der Studie, Han-Seok Seo, von Focus.de zitiert. Die Folge: Der Appetit wächst dann besonders, wenn sich die Leute während des Essens wohlfühlen. Sie essen dann genussvoller, aber eben auch mehr.

Klassik und Jazz lösten bei den Studienteilnehmern also positivere Emotionen aus als Rap oder Hip-Hop. Jedoch - und das räumen die Wissenschaftler ein - sei ein solches Urteil immer auch abhängig vom persönlichen Geschmack des Zuhörers. Klassik- und Jazz-Liebhaber gaben gegenüber dem Wissenschaftler-Team an, dass sie bei ihrer Lieblingsmusik vor allem die Komplexität schätzen. Techno- und Hip-Hop-Hörern hingegen gehe es in erster Linie um die Energie der Lieder.

Keinen Einfluss auf die Menge des Essens haben übrigens Rock und Klassik. Das habe gemäss der Forscher wohl damit zu tun, dass Menschen in Filmen, Werbung oder Restaurants zu häufig damit konfrontiert würden. Daher können Anhänger dieser beiden Musikrichtungen auch weiterhin Erik Satie oder The Black Keys zum Essen hören. Sind Menschen aber darauf erpicht, abzunehmen, eignet sich dafür laut Experten Musik, die man sonst nicht ausstehen mag. Die wirkt nämlich befremdlich, schlägt einem buchstäblich auf den Magen - und somit auf den Appetit!

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