Brustkrebs TV-Moderatorin erhält nach Live-Untersuchung Schock-Diagnose

Was eigentlich als Aufruf für Frauen über 40 gedacht war, verändert das Leben von Amy Robach von einem Moment zum nächsten. Nach einer Live-Mammografie für ihre Sendung «Good Morning America» bekommt die TV-Moderatorin die Diagnose Brustkrebs.
TV-Moderatorin Amy Robach neben Mammografie-Gerät
© Getty Images

Wie wichtig bei Frauen über 40 die Brustkrebsvorsorge ist, weiss nun Amy Robach. Die ABC-Moderatorin ist nach einer Live-Mammografie selbst von der Krankheit betroffen. 

Der 1. Oktober ist für Amy Robach mehr oder weniger ein ganz normaler Arbeitstag. Anlässlich des Weltbrustkrebstages lässt sich die US-Moderatorin in einem Mammografie-Bus auf dem New Yorker Times Square untersuchen. Mit der Absicht, Frauen ihres Alters für das Thema Brustkrebsvorsorge zu sensibilisieren. Dass dies ausgerechnet für sie zur lebensrettenden Massnahme werden würde, daran hätte die 40-Jährige im Traum nicht gedacht. 

Schon kurz nach der Untersuchung vor einem Millionenpublikum bitten sie die Ärzte zur weiteren Abklärungen. Nach zahlreichen Tests bekommt Amy Robach dann die endgültige Diagnose: Brustkrebs. Nun - sechs Wochen später - geht die Fernsehjournalistin damit an die Öffentlichkeit. «In den letzten 20 Jahren habe ich in meinem Job sehr oft über die Tragödien anderer Leute berichtet. Nie aber über meine eigene», schreibt sie in einem Blog des Senders ABC News. «Ich habe es schlicht und ergreifend nicht für möglich gehalten, Krebs zu haben.» Sie mache Sport, ernähre sich gesund. «Ich achte auf mich selbst und habe auch kaum Fälle innerhalb meiner Familie.» Daher hätte sie zunächst auch keinen Anlass gesehen, die speziellen Röntgenaufnahmen von ihren Brüsten machen zu lassen. Jetzt sei sie jedoch unendlich dankbar dafür: «Ich hatte das Glück, dass ich die Diagnose frühzeitig bekommen habe, und ich bin vielen Leuten dankbar: Jedem Produzenten und jedem, der mich gedrängt hat, die Mammografie machen zu lassen», sagt die zweifache Mutter. Eine Kollegin habe sie mit den Worten überredet, dass sich die Live-Untersuchung schon gelohnt habe, wenn damit auch nur ein Leben gerettet werde. «Ich hätte nie gedacht, dass dieses Leben meines sein würde.»

Wie schlimm es genau um sie steht, weiss Amy Robach noch nicht. Am Donnerstag steht die Brustentfernung und die Implantat-Operation an. «Erst dann werde ich wissen, wie stark sich der Krebs bereits ausgebreitet hat», schreibt sie am Montag auf der Website ihres Senders. Und hofft inständig, dass ihre Geschichte jede Frau dazu bewegen wird, eine Mammografie an sich durchzuführen zu lassen. «Keine Ausreden. Denn die entscheidet schliesslich über Leben und Tod.»

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