Auf einen sonnigen Herbst! Fertig mit Klagen: Endlich passen die Temperaturen

Was, das wars schon? Ja, der Sommer 2014 ist mit dem meteorologischen Herbstbeginn am 1. September endlich vorbei. Und damit passt auch das Wetter wieder zur Jahreszeit: Was für ein schöner, warmer Herbstanfang!
Meteorologischer Herbstanfang 2014 Aussichten Sonne wenig Regen
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Luftsprünge sind angebracht: Endlich fertig Sommer, der goldene Herbst kann kommen!

«Es war zu nass, zu kühl und gab zu wenig Sonnenstunden», fasst Meteorologe Reto Vögeli von MeteoNews den Sommer 2014 zusammen. Vor allem der Juli sei «unterirdisch» gewesen, in der Westschweiz so nass wie noch nie seit Aufzeichnungsbeginn. Aber dass der diesjährige Sommer seinen Namen kaum verdient hat, wussten wir ja bereits. Deshalb genug mit Trübsal blasen, jetzt kommt der sonnige Herbst.

Pünktlich auf den meteorologischen Herbstbeginn am 1. September wird das Wetter besser. «Die nächsten Tage bringen wieder Sonne und angenehme Temperaturen», so Vögeli. Grund dafür ist ein Hochdruckgebiet über Skandinavien. Dieses sorgt auch in der Schweiz für den lang ersehnten Sonnenschein. Zwar mit etwas Hochnebel am Morgen, einigen Wolken und am Freitag vielleicht etwas Regen. Alles in allem steht uns aber schönes Herbstwetter bevor.

Potential zum Altweibersommer
Damit nicht genug. Vögeli möchte sich zwar nicht zu weit hinaus wagen, aber: Es sei durchaus möglich, dass sich das Hochdruckgebiet noch weiter hin zur Schweiz bewege, was noch stabileres Wetter zur Folge hätte. Der mittel- bis längerfristige Trend bis mit Mitte September sieht deshalb vielversprechend aus. «Wenn wir Mitte Monat zurückschauen, könnte ich mir vorstellen, dass wir viel Sonne und wenig Regen zu verbuchen haben», so Vögeli.

Der Herbst hat also durchaus Potential zum Altweibersommer zu werden und so zumindest teilweise den kalt-nassen Sommer etwas vergessen zu machen. «Ab Donnerstag sollten wir zwar im Flachland wieder überall über 20 Grad sein», prognostiziert Vögeli. Hitzetage mit über 30 Grad seien aber ohne Föhn in den nächsten zwei Wochen keine in Sicht. Und ab Mitte September wäre das dann doch sehr ungewöhnlich. Wer seine Badehosen oder das Bikini trotzdem noch brauchen möchte, müsste dafür vielleicht ins Tessin. Dort liege der ein Hitzetag noch am ehesten drin, so Vögeli.

Ab nach New York!
Während wir in der Schweiz bereits ab einem goldenen Herbst aus dem Häuschen sind, siehts in anderen Regionen unverschämt viel besser aus. In Skandinavien beispielsweise spricht man ebenfalls von einem Rekordsommer - aber in die andere Richtung. Der Juli war in Norwegen der wärmste seit 1960, inklusive Hitzerekorde, beispielsweise in Skibotn am Nordmeer mit 32,7 Grad. Und mit warmen Temperaturen soll es auch weitergehen. Da hätte das norwegische Kronprinzenpaar seine Ferien gut auch im eigenen Land anstatt in Sizilien verbringen können. Auch in New York freut man sich seit Tagen über Temperaturen um die 30 Grad. Ein Ausflug an die US-Open würde sich also nicht nur wegen der erfolgreichen Schweizer Tennisprofis lohnen, sondern auch um den einen oder anderen verlorenen Hitzetag nachzuholen.

Oder man bleibt einfach in der Schweiz - und geniesst endlich die Sonne. Einfach besser mit einem Pulli statt im Bikini.

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