Betrifft Glaukom Ab 40 Jahren zum Augenarzt!

Der grüne Star ist heimtückisch. Für die meisten Menschen schreitet die Krankheit lange unbemerkt voran, schränkt das Sehvermögen ein und endet in der Erblindung. Deshalb sind Kontrollen so wichtig.
Ab 40 Jahren zum Augenarzt!
Ab 40 Jahren zum Augenarzt!

Die Weltglaukomwoche Anfang März brachte es an den Tag: Weltweit sind über 3 Millionen Menschen ohne Augenlicht. Und 70 Millionen leiden an einer Sehbehinderung. Ursache: der grüne Star. In der Schweiz ist das Glaukom die dritthäufigste Ursache für eine schwere Sehbehinderung. Jeder Mensch, unabhängig vom Alter, kann an einem Glaukom erkranken. Sogar Kinder sind davon betroffen.

Im Englischen heisst die Krankheit «sneak thief of sight». Was so viel bedeutet wie «schleichender Dieb des Sehvermögens». Denn die Krankheit kommt unbemerkt. Langsam zerstört sie Nervenzellen, die für die Übertragung von Lichtinformationen vom Auge zum Gehirn verantwortlich sind. Ungefähr die Hälfte der Betroffenen habe keine Ahnung, dass die Krankheit langsam fortschreite. Erst wenn die Zerstörung der Nervenzellen schon weiter fortgeschritten ist, die peripheren Gesichtsfeld-Ausfälle bis zur zentralen Sehachse betroffen sind, bemerken die Patienten, dass sie nicht mehr gut sehen. Dabei wird das Gesichtsfeld immer mehr eingeengt. Objekte im Zentrum sehen Betroffene noch gut. Alles, was weiter aussen liegt, ist für die Patienten nicht mehr sichtbar. Die Schäden, die bis zu diesem Zeitpunkt am Augenlicht entstanden sind, können nicht mehr rückgängig gemacht werden. Wenn zu diesem Zeitpunkt keine Therapie gestartet wird, werden langsam alle Nervenzellen zerstört. Die Patienten erblinden.

Die häufigste Ursache für den grünen Star ist ein erhöhter Augeninnendruck. Es gibt allerdings auch Patienten, die trotz erhöhtem Augendruck nie ein Glaukom entwickeln, und solche, die mit einen normalen Druck daran erkranken. Wichtig ist, sich ab dem 40. Lebensjahr alle drei Jahre beim Augenarzt untersuchen zu lassen, ab 50 alle zwei Jahre und ab 60 jedes Jahr.

Augenärzte unterscheiden zwischen drei Therapie-Optionen: Tropfen oder Medikamente, Laser-Chirurgie und die konventionelle Chirurgie. Auch eine Kombination dieser Methoden ist möglich. Weltweit wird auf dem Gebiet der Glaukom-Früherkennung geforscht. Wissenschafter beschäftigen sich auch mit der Durchblutung des Auges bei Glaukom-Patienten.

Info www.swissglaukom.ch

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