Schweizer Illustrierte Abschied von einer Legende

Das Tagebuch von Nik Niethammer, Chefredaktor
Abschied von einer Legende
Abschied von einer Legende

Ueli Beck Am 27. August ging sein langer Leidensweg zu Ende: Die berühmteste Radiostimme der Schweiz ist verstummt. «Ueli war so lange krank, der Tod war für ihn eine Erlösung», sagt seine Witwe Marianne Beck-Angst.

Der Mann mit der sonoren Stimme und der markanten Nase hat mich schon als Kind fasziniert. Als Zehnjähriger erstand ich für 100 Kaugummi-Bildli und CHF 9.90 in Briefmarken ein kleines Taschenradio mit Kopfhörer. Fortan lag ich jeden Freitagabend mit pochendem Herzen unter der Bettdecke und hörte mit meinem Kaugummi-Apparat den «Nachtexpress». Mit Elisabeth Schnell und Ueli Beck am Mikrofon.

Ulrich Beck stiess Anfang der 1960er-Jahre als freier Mitarbeiter zum Radio. Zum Moderieren? Nein, er wollte nicht. Sepp Renggli – damals Sportchef und Studioleiter – war anderer Meinung und «beförderte» ihn zum Präsentator von «Autoradio Schweiz». Das war Ueli Becks Durchbruch bei Radio Beromünster.

Sepp Renggli und Ueli Beck arbeiteten über 30 Jahre zusammen. Neben dem Beruf verband sie die grosse Leidenschaft für Fussball – allerdings auf unterschiedlichen Seiten der Zürcher Gleise (Ueli Beck schwärmte für GC, Sepp Renggli für den FCZ). Für die Schweizer Illustrierte erinnert sich Renggli an seinen treuen Freund und Weggefährten.

Die Welt ist klein. So will es der Zufall, dass Sepp Rengglis Sohn Thomas, ebenfalls Journalist wie sein Vater, seit Kurzem für die Schweizer Illustrierte schreibt. Renggli junior ist mit den Beck-Söhnen freundschaftlich verbunden. Als E-Junior des FC Witikon war Stefan «Stöps» Beck, 46, sein Trainer. Aber nicht nur das: Stöps gab in einem Kinderhörspiel den Huckleberry Finn. «Für mich war er deshalb Huck», so Renggli. Später lernte er beim FC Witikon auch die anderen Beck-Brüder kennen, Christian, 49, und Dani, 45. Mit Dani und Stöps spielte er in der ersten Mannschaft (3. Liga). Heute sind Thomas Renggli und Dani Beck eng befreundet, sie besuchen zusammen Konzerte und Fussballspiele, sehen sich regelmässig im Zürcher Letzigrund.
Sepp und Thomas Renggli nehmen Abschied von Ueli Beck – ab Seite 8.

Christa Rigozzi Wenn Prominente heiraten, sind wir Journalisten oft nervöser als das Brautpaar. Da geht es zu wie auf dem Basar: Wer erhält den Zuschlag für die exklusiven Bilder? Wer ist bereit, den höchsten Preis zu zahlen?

In den Monaten vor der Hochzeit von Christa Rigozzi und Giovanni Marchese blieb ich tiefenentspannt. Ich wusste seit Mai, wann und wo die Miss Schweiz 2006 heiratet. Und ich hatte mich mit ihr längst darauf verständigt, dass unser Thomas Buchwalder als offizieller Hochzeitsfotograf für die Schweizer Illustrierte den schönsten Tag der beiden Verliebten dokumentieren darf – übrigens ohne dass wir auch nur einen Franken Bildhonorar bezahlen. Christa und Giovanni: Amore per sempre – ab Seite 16.

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche mit Ihrer Schweizer Illustrierten!

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