CITROËN DS5 Avantgarde

Citroën baut die Palette der noblen DS-Modelle konsequent aus. Auf den DS3 und den DS4 folgt im März der DS5. Er ist zugleich einer der ersten Diesel-Elektro-Hybriden der Welt.
Luxus auf Französisch: Der Citroën DS5 wirkt markentypisch avantgardistisch.
Luxus auf Französisch: Der Citroën DS5 wirkt markentypisch avantgardistisch.

Wer hätte das Citroën noch vor einem Jahrzehnt zugetraut? Wer im DS5 Platz nimmt, schwelgt inmitten edlen Leders, feiner Hölzer oder Metalle und einer Verarbeitungsqualität, die Augen wie Hände verwöhnt. «Bei den Materialien hat uns die Haute Couture inspiriert», verrät DS5-Projektchefin Audrey Amar. «Die Herausforderung war für uns, sie zu industrialisieren.» Und offenkundig haben dies die Franzosen geschafft. Schliesslich soll die Nobelbaureihe des Hauses, benannt nach der «Göttin» DS («la déesse») aus den Fünfzigern, vor allem auf Wachstumsmärkten wie China das Bild der Marke neu prägen. Das Strassenbild prägt der DS5 mit seiner Avantgarde. Schon alleine diese riesige Chromleiste (optional gibt es sie matt oder dunkel) von den Lampen bis zum Dach polarisiert enorm. Nicht ganz so verschwenderisch fällt der Platz aus: Im Fond kostet das Styling an Kopfraum. Vorne sitzt man in der leicht erhöhten

Position freilich prima und lässt den Alltag draussen: Trotz Talent zum flotten Passieren lang gezogener Kurven ist der 4,53 Meter lange DS5 eher ein komfortabler Luxusgleiter. Die wohl interessanteste Motorisierung für die Schweiz ist der parallel zum 3008 von Konzernschwester Peugeot erste Diesel-Elektro-Hybrid der Welt. Trotz 200 PS soll der DS5 Hybrid4 nur 3,8 Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Weil der Diesel die Vorder- und der E-Motor die Hinterachse antreibt, verfügt er gar über Allrad. Das Fahrgefühl entspricht einem Diesel - nur dass er mehrere Kilometer rein elektrisch fahren kann. Aber auch die übrige Palette gefällt: So überzeugt der Topbenziner mit Spontanität, Drehfreude und feinem Klang - schliesslich stammt er aus der Motorenkooperation mit BMW. Auch das hätte Citroën vor einem Jahrzehnt niemand zugetraut.

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