Kia Sorento Büezer wird Edelmann

Vor acht Jahren wurde der Sorento zum Bestseller und zur Imagerakete für Kia. Bald startet der Nachfolger. Vom Vorgänger erbt dieser siebensitzige SUV nur den Namen.
Glanzvoll: Der repräsentative Auftritt mit dem markentypischen Chromgrill gefällt.
Glanzvoll: Der repräsentative Auftritt mit dem markentypischen Chromgrill gefällt.

Jahrzehnte und Unsummen kostet es, um ein Image zu veredeln: Werbung, Kampagnen, Image- modelle und VIP-Botschafter in allen Ehren – doch ab und zu braucht eine Marke nur genau das richtige Modell. Für die südkoreanische Hyundai-Tochter Kia erfüllte sich der Marketingtraum 2002 mit dem Sorento, der alles änderte.

«Schon bevor alle einen SUV anboten, startete unser Sorento», erläutert Benny Oeyen, Marketing- und Produktplanungschef Kia Europa, den Glücksfall: «Das hat uns in Europa erstmals als ernsthaften Wettbewerber ins Spiel gebracht.» Ein Fünftel der Verkäufe ging im ersten Jahr auf das Konto des Sorento – und sorgten für die Verwandlung des Kia-Images von «nur billig» zu «gut und günstig».

Nach acht Jahren startet nun der Nachfolger. Der 4,69 Meter lange SUV tritt ein schweres Erbe an: Fans werden dem für harten Geländeeinsatz gedachten Leiterrahmen und dem Reduktionsgetriebe nachtrauern. Doch in Zeiten des Benzin- und deshalb Gewichtsparens wäre so kein Blumentopf zu gewinnen.

Dieser Wandel vom Baustellenkumpel zum Businessgleiter bietet viele Vorteile. Die nun selbst tragende Karosserie ist adrett und umhüllt ein gediegenes Interieur. Mit dem geräumigen Fond erfüllt der Kia Reise-, mit der klappbaren Bank in Reihe drei (Option) Familien- und mit 531 bis 1546 Liter Ladevolumen Transportansprüche.

Das Fahrwerk ist straff, aber der Sorento ist kein ausgesprochener Kurvenheld. Vielmehr schätzt er hoch komfortables Gleiten. Als Leckerbissen erweist sich der 2,2-Liter-Diesel mit 197 PS. Der Vierzylinder arbeitet leise und durchzugskräftig, ideal kombiniert mit dem Sechsstufenautomaten. Der lebendige, am Berg saftlose Benziner hält da nicht mit. Ein 150-PS-Diesel folgt, aber hierzulande wohl keine Variante mit Zweiradantrieb.

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