Check-up Grüner Star – kleiner Eingriff hilft!

Grosser Fortschritt bei der Behandlung des Glaukoms. Statt tägliche Tropfen hilft eine minimalinvasive Operation. Auch diese Methode stoppt den weiteren Verlauf der Augenkrankheit. Prof. Maya Müller erklärt, welche Therapie am sinnvollsten ist, und rät zu regelmässiger Kontrolle. 
Grüner Star – kleiner Eingriff hilft!
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Keine Heilung: Ist die Sicht durch den grünen Star bereits eingeschränkt, kann man die Schädigung nicht rückgängig machen.

 

Mit dem grünen Star ist nicht zu spassen. Das Glaukom, wie er auch genannt wird, ist weltweit die häufigste Ursache für Erblindung. Allein in der Schweiz verlieren jedes Jahr bis zu 200 Menschen ihr Augenlicht. Die Krankheit ist äusserst heimtückisch, weil sie sich schleichend entwickelt und lange keine Symptome macht. Dabei schädigt der erhöhte Augeninnendruck den Sehnerv über die Jahre unwiderruflich. Erst im späten Verlauf kommt es zu Einschränkungen des Gesichtsfelds, die sich nicht nur bei der genauen augenärztlichen Untersuchung, sondern auch im Alltag bemerkbar machen.

Mit dem Begriff «grüner Star» oder «Glaukom» bezeichnet man eine Reihe von Augenerkrankungen, die den Sehnerv und die Netzhautzellen schädigen können. Die häufigste Ursache des grünen Stars ist ein erhöhter Augeninnendruck im Augapfel, vorwiegend durch eine Abflussbehinderung des Kammerwassers.

Vordringliches Ziel der Behandlung ist die dauerhafte Senkung des Augeninnendrucks. Zuerst mit Augentropfen, die man peinlichst genau anwenden muss. Ist die Krankheit fortgeschritten oder genügt die Therapie mit Augentropfen nicht, gibt es inzwischen mit der Kanaloplastik ein sehr wirksames und schonendes Verfahren, um den Augendruck zu normalisieren. Dabei wird mit einem Minikatheter ein Kunststofffaden ringförmig in den Abflusskanal des Auges gelegt, um ihn offen zu halten, den Augeninnendruck zu normalisieren und das Fortschreiten des Glaukoms zu stoppen. Der grosse Vorteil dieser Methode gegenüber herkömmlichen chirurgischen Verfahren: Die anatomischen Strukturen des Auges bleiben vollumfänglich erhalten.

Oft wird dieser Eingriff gleich mit einer Operation des grauen Stars kombiniert. Das heisst, die alte Linse wird entfernt und eine neue Kunstlinse eingesetzt. Das bewirkt eine zusätzliche Senkung des Augeninnendrucks. In den allermeisten Fällen kann danach auf Augentropfen verzichtet werden.

Weil bereits bestehende Schäden am Sehnerv nicht mehr rückgängig gemacht werden können, ist Früherkennung oberstes Gebot. Je rascher die Behandlung einsetzt, desto besser. Wird ein Glaukom nicht behandelt, kommt es zu schwerwiegenden Gesichtsfeldausfällen bis hin zur Erblindung. Menschen ab 40 sollten daher regelmässig ihren Augendruck messen lassen.

Mehr Infos unter www.doktorstutz.ch www.pallas-kliniken.ch

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