Check-up Ursachen noch nicht erforscht

Früh diagnostizierte Weichteilsarkome lassen oft auf Heilung hoffen. Perfid: Im Bauch und Brustbereich werden Sarkome oft zu spät erkannt. 
Ursachen noch nicht erforscht
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Weichteiltumore Sie breiten sich im Binde-, Fett-, Knorpel-, Muskelgewebe und in den Knochen aus.

Weichteilsarkome gehören in der Schweiz zu den seltenen Krebserkrankungen. Knapp ein Prozent der Tumore sind Sarkome der Weichteile. Der bösartige Tumor entsteht im Binde-, Fett-, Knorpel-, Muskel- und Knochengewebe. Am häufigsten findet man Weichteilsarkome an den Armen oder Beinen. Eher selten treten sie im Bauchund Brustraum oder im Kopf-Hals-Bereich auf.

Sarkome im Frühstadium verursachen oft keine Beschweren. Tumore an den Armen oder Beinen äussern sich in schmerzlosen Schwellungen. Weichteilsarkome im Bauchund Brustraum rufen in einem frühen Stadium keine Beschwerden hervor. Erst wenn sie grösser werden, machen sie Beschwerden. Leider werden sie meist erst in einem fortgeschrittenen Krankheitsstadium erkannt.

Die Ursachen von Weichteilsarkomen liegen noch im Dunkeln. Das Risiko wird wohl durch folgende Faktoren erhöht: genetische Vorerkrankungen, häufiger Kontakt mit giftigen Chemikalien, eine vorangegangene Strahlentherapie an der betroffenen Stelle, chronische Entzündungen im Gewebe oder virale Infektionen wie zum Beispiel HIV.

Die wichtigste Therapie bei einem Weichteilsarkom ist die Operation. Wird ein Sarkom vollständig entfernt, sind die Heilungschancen sehr gross. Vor einer Operation werden je nach Art des Sarkoms eine Strahlen- oder Chemotherapie durchgeführt. Erst durch eine Verkleinerung des Tumors wird oft eine Operation überhaupt möglich. Im fortgeschrittenen Stadium ist eine Heilung eher unwahrscheinlich. Operation und Chemotherapie können das Fortschreiten der Krankheit aber verzögern.

In einer neuen Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München, die in «Jama Oncology» veröffentlicht wurde, setzen die Ärzte bei Patienten mit einem Weichteilsarkom auf eine Kombination aus Überwärmung und Chemotherapie.

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