Schweizer Illustrierte Darum lieben wir sie!

Tagebuch von Stefan Regez, Stv. Chefredaktor.
Darum lieben wir sie!
Darum lieben wir sie!

Roger Federer Er ist nie unfreundlich. Nie abweisend. Nie gestresst. «Selbst die ausgefallensten Wünsche erfüllt er», sagt SI-Sportchef Iso Niedermann und erzählt, wie Roger Federer in Basel einem jüngeren Mann ein Autogramm auf den Bauch geschrieben hat. «Ist es dir ernst?», habe Federer zuerst ungläubig gefragt. Und ihn dann sichtlich amüsiert signiert.

Federer begeisterte seine Fans letzte Woche an den 40. Davidoff Swiss Indoors restlos. Ein wunderbares Heimspiel für den Superstar und Publikumsliebling. Auf und neben dem Tenniscourt. Dafür sorgten auch Mirka und die bald 16 Monate alten Zwillinge Myla Rose und Charlene Riva.

Wir sind stolz, Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in diesem Heft neue, exklusive Bilder der Federer-Zwillinge präsentieren zu können. Dafür haben unsere Fotografen Hervé Le Cunff, Dick Vredenbregt und Bruno Voser fünf Tage lang einen grossen Aufwand geleistet. «Daddys schönster Sieg» – ab Seite 18.

Mike Schmid Wer ihn erlebt, findet ihn sympathisch. Mike Schmid kennt abseits der Skicross- Piste keine Gegner. «Auch der Olympiasieg in Vancouver hat ihn nicht verändert», sagt SI-Reporter Thomas Renggli. Bodenständig, bescheiden, anständig sei er geblieben. Einfach «e liebä Siech».

So natürlich der Bauarbeiter aus Frutigen BE mit Kollegen und Fans umgeht, so gelassen bereitet er sich nach dem schweren Kreuzbandriss auf sein Comeback vor. Seine wichtigste Stütze dabei: Freundin Joëlle Lehmann.
«Goldiges Traumpaar» – ab Seite 26.

Hubacher vs. Wermuth Die Parteilinke aus Jusos, Gewerkschaftern und Romands hat sich durchgesetzt: Die SP lehnt den Gegenvorschlag zur Ausschaffungsinitiative ab. In ihrem neuen Parteiprogramm will sie den Kapitalismus überwinden. Die Armee abschaffen. Der EU beitreten. Mit diesen radikalen Positionen isoliert sich die einst fortschrittliche Partei im Bundesrat und im Parlament. Und vertreibt ihre letzten liberalen Wähler. Wäre ich nicht schon vor Jahren aus der SP ausgetreten, hätte ich es letzte Woche getan.

Wir haben den grossen alten Mann der SP, Ex-Parteipräsident Helmut Hubacher, 84, und den grossen jungen Sieger des Parteitages, Juso-Chef Cédric Wermuth, 24, zum Streitgespräch gebeten. Pragmatiker Hubacher fürchtet, dass sich die SP in die Opposition verabschiedet. Und kritisiert den schlechten Stil am Parteitag. Revoluzzer Wermuth verteidigt die Beschlüsse als modern. Und fragt den Genossen: «Warst du denn am Parteitag?» Nein, er habe ihn verpasst, sagt Hubacher. Zum ersten Mal. «Verschlafen», wie er schmunzelnd anfügt. Bei allen inhaltlichen Differenzen: Altmeister Hubacher und Polittalent Wermuth begegnen sich mit viel Respekt. Folgerichtig bezeichnet Hubacher Wermuth als künftigen Parteipräsidenten, «falls die SP in die Opposition geht».
«Mein Lieber, ich würde das nicht schönreden!» – ab Seite 33.

Ich wünsche Ihnen viel Spass mit der Schweizer Illustrierten!

Auch interessant