Schon gefahren: Dacio Sandero Der Antiheld

Dacia legt seinen Kompaktwagen Sandero neu auf. Die grosse Revolution bleibt zwar aus. Dafür hält die rumänische Renault-Tochter an ihren bewährten Tugenden – robust und preiswert – fest.
Preiswert: Den Dacia Sandero gibts nach wie vor ab 8900 Franken. Ein faires Angebot, denn der Kompakte bietet dafüralles, was es braucht, um von A nach B zu kommen.
Preiswert: Den Dacia Sandero gibts nach wie vor ab 8900 Franken. Ein faires Angebot, denn der Kompakte bietet dafüralles, was es braucht, um von A nach B zu kommen.

Für viele Schweizer ist das Auto ein Statussymbol. Für andere wiederum ist ein teurer Wagen nur unnötiger Protz. Ihr Auto soll lediglich möglichst günstig, aber zuverlässig und sicher von A nach B fahren. Für all diese Leute bietet die rumänische Renault-Tochter Dacia mit dem neuen Sandero ein interessantes Auto. Neben dem Offroader Duster ist der kompakte Sandero das wichtigste Dacia-Modell und wurde deshalb kürzlich rundum erneuert. Seine Optik wirkt nach der Frischzellenkur innovativer und moderner. Und auch unter dem Blech hat sich einiges getan. ESP ist nun in jeder Sandero-Variante serienmässig an Bord genauso wie zwei Airbags. Die Motoren stammen aus dem Renault-Regal – inklusive des neuen Dreizylinder-Benziners. Auf technisch aufwendige Spritspar-Technik, wie etwa Stopp-Start-Automatik, muss man allerdings verzichten.

Die bleibt den Renault-Modellen vorbehalten. Dafür bleibt aber das wichtigste Kaufargument des Sandero erhalten: sein günstiger Preis. Nach wie vor bietet Dacia das Kompaktauto schon ab 8900 Franken an. Dafür gibts 75 PS, fünf Sitzplätze und genügend Kofferraum. Wer etwas mehr Geld ausgeben will, ist mit dem Dreizylinder-Benziner mit 0,9 Litern Hubraum und 90 PS gut bedient. Das kleine Motörchen passt prima zum nur 1,1 Tonnen leichten Sandero und wirkt drehfreudig. Einzig das Fahrwerk dürfte idealer zwischen Härte und Komfort abgestimmt sein. Bei schlechter Fahrbahn holpert der Sandero etwas. Doch damit lässt es sich leben. Schliesslich wirkt der Neue innen erstaunlich wertig – vor allem mit Blick auf den günstigen Preis. Wer mag, kann sich seinen Sandero aber auch mit einigen Extras aufwerten. Zu ebenfalls durchaus attraktiven Aufpreisen gibts Tempomat, Klimaanlage, Navi, Einparkhilfe und einiges mehr. Doch ob das wirklich nötig ist? Jedes Extra entfernt schliesslich den Sandero vom löblichen Dacia-Grundgedanken, den Preis möglichst tief zu halten.

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