Maserati Ghibli Der heisse Wind ist zurück

Maserati lässt einen legendären Namen auferstehen – der Ghibli ist wieder da. Aber nicht etwa als zweisitziger Gran Turismo wie vor 47 Jahren, sondern neu als viertürige Limousine.
Elegante Limousine: Auch als kleiner Bruder des Quattroporte ist der Ghibli mit fast fünf Metern Länge eine stattliche Erscheinung.
Elegante Limousine: Auch als kleiner Bruder des Quattroporte ist der Ghibli mit fast fünf Metern Länge eine stattliche Erscheinung.

Jean-Paul Belmondo fuhr einen. Sammy Davis Junior und Henry Ford II auch. Der von 1966 bis 1973 genau 1250 Mal gebaute und von Giorgetto Giugiaro gestylte Maserati Ghibli begeisterte viele – obwohl er damals mit knapp 70 000 Franken teurer war als ein Lamborghini Miura oder Ferrari Daytona. Knapp fünf Jahrzehnte später feiert der nach einem heissen Sahara-Wüstenwind benannte Ghibli Auferstehung – nun allerdings nicht mehr als exklusivstes, sondern als deutlich günstigeres Einsteigermodell der Marke. Und auch nicht mehr als zweiplätziger Gran Turismo, sondern als viertürige Limousine.Jean-Paul Belmondo fuhr einen. Sammy Davis Junior und Henry Ford II auch. Der von 1966 bis 1973 genau 1250 Mal gebaute und von Giorgetto Giugiaro gestylte Maserati Ghibli begeisterte viele – obwohl er damals mit knapp 70 000 Franken teurer war als ein Lamborghini Miura oder Ferrari Daytona. Knapp fünf Jahrzehnte später feiert der nach einem heissen Sahara-Wüstenwind benannte Ghibli Auferstehung – nun allerdings nicht mehr als exklusivstes, sondern als deutlich günstigeres Einsteigermodell der Marke. Und auch nicht mehr als zweiplätziger Gran Turismo, sondern als viertürige Limousine.

Als Baby-Quattroporte wurde der neue Ghibli nach seiner offiziellen Enthüllung im Spätfrühling etwas despektierlich bezeichnet. Das wird dem eleganten Italiener freilich nicht gerecht. Er mag zwar 29 Zentimeter kürzer sein als der mittlerweile auf 5,26 Meter aufgeblasene grosse Bruder. Aber mit der stattlichen Länge von 4,97 Metern ist der Ghibli immer noch fünf Zentimeter länger als ein Audi A6. Um der Konkurrenz – in erster Linie die deutsche Oberklasse – Paroli zu bieten, gibts den heckgetriebenen Ghibli auf Wunsch auch als S Q4 mit 4 x 4 und – erstmals in der 99-jährigen Maserati-Geschichte – auch mit Diesel. Dieser 275 PS und 600 Nm starke 6-Zylinder mit drei Litern Hubraum überrascht mit dezenter Akustik und Laufruhe. Maserati verspricht einen Verbrauch von 5,9 Litern. Drückt man die Sporttaste, verwandelt sich auch der Diesel in ein bissig und aggressiv brüllendes Triebwerk – elektronischem Soundaktuator sei Dank. Im Vergleich zum mittlerweile mit CHF 171 936.– exorbitant teuren Quattroporte wirken die Ghibli-Preise schon fast schnäppchenhaft. So gibt es den Diesel ab CHF 73 550.– und die Topvariante mit V6- Biturbo und 4 x 4 ab CHF 93 420.–. Da dürfte sich der eine oder andere überlegen, ob er sich statt der bewährten deutschen Hausmannskost nicht doch den extravaganteren Italiener leisten soll.

 

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