Range Rover Evoque Der Hoffnungsträger

Land Rover war am Ende. Nur noch Finanzspritzen des neuen Eigentümers Tata hielten die Traditionsmarke am Leben. Mit dem Range Rover Evoque sollen nun bessere Zeiten anbrechen.
Aussergewöhnlich: Abseits ausgetretener Pfade bewegt sich der neue Range Rover Evoque insbesondere in Sachen Design.
Aussergewöhnlich: Abseits ausgetretener Pfade bewegt sich der neue Range Rover Evoque insbesondere in Sachen Design.

Im Werk Halewood bei Liverpool, wo neben dem Freelander II der neue Range Rover Evoque gebaut wird, wurde die Belegschaft von 1500 auf 3000 Mitarbeiter verstärkt. 700 Fahrzeuge rollen hier täglich vom Band, die Jahreskapazität liegt bei 100 000 Stück. Und die soll auch ausgeschöpft werden, wenns nach Land Rover geht. Ein allzu ehrgeiziges Ziel? Wohl nicht. Mehr als 20 000 Vorbestellungen sind für den coupéartigen Baby-Ranger bisher weltweit eingegangen. Und von den 500 Fahrzeugen, die der Schweiz zugesprochen wurden, sind bereits mehr als 450 vergeben. Allein 40 Prozent davon gehen laut Land Rover an Neukunden. Und was diese besonders attraktiv finden dürften, sind die unzähligen Individualisierungsoptionen, mit deren Hilfe sie sich ihren jeweils ganz eigenen Evoque zusammenstellen können.

Das fängt bei der Wahl zwischen Drei-und Fünftürern an, geht mit zwölf verschiedenen Lackierungen weiter und endet im Innenraum mit drei Ausstattungsvarianten und vielen Zusatzoptionen – wie etwa einem System mit fünf Kameras, einem Dual-View-Bildschirm oder einem automatischen Einparkassistenten. Der nicht nur für Land-Rover-Verhältnisse extravagant gestylte Kompakt-SUV bietet aber nicht bloss Lifestyle, sondern auch die markentypische Geländetauglichkeit. «Es ist eben nicht nur ein schönes Auto, es ist ein echter Land Rover!», betont Gary Kirtley-Paine, Chef der Abteilung Einkauf, stolz. Als Antrieb stehen zwei Diesel (150 und 190 PS) und ein Benziner (240 PS) zur Wahl, die äusserst agil zu Werke gehen. In Kombination mit dem tadellos abgestimmten Fahrwerk und der präzisen Lenkung bieten sie auf und neben dem Asphalt viel Fahrspass, sind aber mit Verbrauchswerten zwischen 4,9 und 8,7 Litern auf 100 km dennoch erstaunlich genügsam.

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