VW UP Der Kleinste hat das Zeug zum Star

Der neue VW Up ist keine Sensation, aber ein konsequent gebauter Kleinstwagen. Er will mehr sein als ein Stadtauto. Dafür haben ihm seine Entwickler viel Platz und Lifestyle gegönnt.
Flotter Feger: Im Vergleich zu VW und VW Polo wirkt der neue Up konsequenter durchgestylt - und zwar aussen wie innen.
Flotter Feger: Im Vergleich zu VW und VW Polo wirkt der neue Up konsequenter durchgestylt - und zwar aussen wie innen.

Der oberste VW-Boss Ferdinand Piëch soll im Winter 2007 gemeinsam mit seinem Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn, Entwicklungschef Ulrich Hackenberg und Chefdesigner Walter de Silva aus Detroit (USA) mit der Erkenntnis Richtung Heimat geflogen sein, dass nun selbst die Amerikaner beginnen, kleine Autos zu mögen. «Wir diskutierten angeregt das Thema Kleinstwagen, und schon vor der Landung in Deutschland waren die ersten Ideen und Zeichnungen fertig», scherzt Hackenberg. Vier Jahre später sind sie Realität: der neue Up, 3,54 Meter kurz, trotzdem fein verarbeitet und überdurchschnittlich geräumig. Vorne gibt es überraschend viel Platz und bequeme Sitze, hinten immerhin gute Kopffreiheit. Nur mit langen Beinen wirds dort eng.

Der Kofferraum mit höhenverstellbarem Ladeboden fasst 251 bis 951 Liter. Nicht im Grundpreis inbegriffen sind zwei Highlights, die so noch in keinem Cityflitzer angeboten werden: das Notbremssystem, das bis Tempo 30 drohende Kollisionen erkennt und selbstständig eine Vollbremsung einleitet, sowie das abnehmbare Infosystem, mit dessen Hilfe sich Navigation, Telefon, Soundanlage und der Bordcomputer bedienen lassen. Aber auch die Motorenentwickler haben sich ins Zeug gelegt. Ihr nagelneuer 3-Zylinder-Benziner begnügt sich vorerst mit einem Liter Hubraum und tiefen Verbrauchswerten. Er sorgt zudem für ausreichendes, wenn auch nicht überschäumendes Temperament. Für 2013 ist zudem eine Elektroversion geplant. Geschaltet wird manuell mit nur fünf Gängen, eine automatisierte Variante soll aber folgen. Das Fahrwerk ist nicht straff, der Komfort hält sich klar über Klassenniveau. Entwicklungschef Hackenberg sagt denn auch entsprechend selbstsicher: «Volkswagen kann auch klein.»

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