Mercedes SLK Der richtige Riecher

Für die dritte Auflage des SLK steckte Mercedes die Nase nicht wieder in die Designabteilung der Formel 1, sondern lieber in die der erfolgreichen Legenden aus dem eigenen Haus.
Open-Flair-Party: Offen bietet der SLK Roadstervergnügen pur, geschlossen dagegen vollwertigen Sportcoupé-Genuss.
Open-Flair-Party: Offen bietet der SLK Roadstervergnügen pur, geschlossen dagegen vollwertigen Sportcoupé-Genuss.

Die Lancierung des Flügeltürers 300 SL ist über ein halbes Jahrhundert her, die von ihm ausgehende Faszination aber kaum gealtert. Als fahrende Legende ist der Ur-SL über Generationen hinweg in aller Munde. Zum Mythos wurde der Überflieger mit Flügeltüren durch innovative Technik und beeindruckende Fahrleistungen. Dazu hat sein sportliches Aussehen bis heute nichts an Eleganz und Anmut eingebüsst. 55 Jahre später trägt der Mercedes SLS AMG die charismatischen Proportionen samt Türkonstruktion der Ikone von 1954 stilistisch sicher in die Neuzeit.

Und jetzt startet der neue SLK. Der jüngste Spross der SL-Familie hat zwar keine Flügeltüren, dafür das kaum weniger aufregende Variodach und schmückt sich mit den betörenden Proportionen der Protagonisten. Das ergibt eine maskuline Erscheinung, die ihm gut steht. «Der SLK hat jetzt einen deutlich kräftigeren Auftritt. Wir wollen mit ihm verstärkt auch Männer ansprechen», betont Entwicklungschef Jürgen Weissinger. Das sollte gelingen. Denn der Neue mit dem internen Kürzel R 172 ist schärfer und erwachsener als je zuvor. Er rückt dem SL in Sachen Prestige und Fahrleistungen gar dicht aufs Fell. Beim faltbaren Blech-Glas-Dach hat er gar wieder einmal die Nase vorn. Während der erste SLK 1996 die Autowelt mit seinem festen und dennoch faltbaren Dach verblüffte, gelingt das auch dem neuen. Allerdings weniger mit der sehr sehenswerten Choreografie der Dachelemente, die das vollwertige Coupé zum Premium-Roadster öffnet. Sondern vor allem damit, dass die Lichtdurchlässigkeit des integrierten Panoramadachs im geschlossenen Zustand variiert werden kann. Ob das zum Mythos reicht ist fraglich. Auf jeden Fall aber wird es Frauen und Männer gleichermassen faszinieren.

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