Julia Saner Die neue Nummer eins

Beim weltweiten Elite Model Look liess sie alle hinter sich. Vor der Kamera bewegt sie sich wie ein Profi. Was wünscht sich Julia Saner für das Jahr 2010? «Dass alles so super bleibt!»
Julia Saner gewann 2009 das Elite-Model-Look-Weltfinale.
© Esther Herzog Julia Saner gewann 2009 das Elite-Model-Look-Weltfinale.

Sie ist gross (1,81 Meter) und bald gross im Geschäft: Seit die Bernerin Julia Saner das Finale des international bedeutendsten Modelwettbewerbs gewann, überzeugt sie Fotografen und Designer. Die 17-Jährige hat mehr zu bieten als eine attraktive
Hülle. Bis zur Matura im Sommer modelt sie am Wochenende und in den Ferien. Hinter den Kulissen beim Fotoshooting mit SI Style plauderte sie über ihre erste Fernreise nach China, über den Inhalt ihrer Handtasche und über das Theater.


SI Style: Welches ist Ihre beste Eigenschaft ?
Julia Saner: Sie ist von Vorteil. Die Zeit der Zicken ist vorbei.

Haben Sie ein Vorbild?
Da möchte ich mich nicht auf eines beschränken. Zu den Models, die mich beeindrucken, zählen die Schweizerinnen Nadine Strittmatter und Patricia Schmid. International bewundere ich Gisele Bündchen. Sie ist megaerfolgreich und trotzdem auf dem Boden geblieben. Leider habe ich sie noch nicht getroffen.

Was könnte Sie vom Model zum Topmodel machen?
Neben dem Aussehen und den geforderten Massen, meine sind 80–61–90, Zuverlässigkeit, Ehrgeiz und die Offenheit für neue Herausforderungen. Zudem zeige ich den Willen, gut zu arbeiten.

Ihre Lieblingsspeise?
Ich esse sehr gern und alles. Besonders Pasta und Salat von meiner Mutter schmecken mir. Selber koche ich kaum.

Müssen Sie Diät halten?
Nein. Zum Glück habe ich gute Gene geerbt!

Wie locker sind Ihre Eltern, wenn es um den Ausgang geht?
Total. Wir vertrauen uns. Ich bin keine Party-Maus, treffe mich mit Freundinnen, gehe ins Kino. In Klubs bin ich selten, obwohl ich leidenschaftlich gern tanze.

Welchen Film sahen Sie zuletzt?
«Crash».

Haben Sie Hobbys?
Ich spiele Klavier, jogge, mache Pilates und bis vor Kurzem Stepptanz. Ich bin kreativ, fotografiere und male. Im Gymi hatte ich das Schwerpunktfach Bildnerisches Gestalten belegt.

Ihr Lieblingskünstler?
Roy Lichtenstein, Pop-Art.

Was beherrschen Sie weniger?
Mathematik, Physik und Chemie.

Welche drei Worte beschreiben Sie?
Neugierig, ehrlich und humorvoll.

Was gefällt Ihnen an sich am besten?
Mein Gesicht.

Wie definieren Sie Schönheit?
Sie ist für mich gleichbedeutend mit Ausstrahlung. Wenn diese stimmt, muss jemand optisch nicht perfekt sein.

Haben Sie ein Beauty-Geheimnis?
Da gibt es keines! Ich benütze lediglich neuerdings eine Nachtcreme und eine Spülung für mein Haar, damit die Strapazen des ständigen Stylings im Job ausgeglichen werden.

Sind Sie Single?
Ja – und glücklich damit!

Was finden Sie an einem Mann gut?
Die Haarfarbe ist mir egal. Es muss das ganze Paket stimmen. Toll wäre es, wenn er grösser ist als ich. Ein Model müsste er nicht sein.

Hatten Sie schon eine Beziehung?
Nein. Keine längere und bedeutende.

Ihr Lieblingslabel?
Mein Budget ist nicht gross, also kaufe ich bei H & M, Zara oder Vero Moda ein. Auf dem Catwalk würde ich am liebsten Kleider von John Galliano tragen. Er
inszeniert seine Mode als freakige Show, es kommt einem vor wie ein Theater.

Was würden Sie niemals anziehen?
Persönlich würde ich keinen Pelz tragen oder Schlangenleder. Im Job schon.

Was ist das Beste an Ihrem Beruf?
Die Verwandlung vor der Kamera. Ich liebe es, in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Das Posieren kommt von allein, ohne dass ich es vor dem Spiegel übe. Ich habe von klein auf Theater gespielt. Diese Erfahrung kommt mir jetzt zugute.

Und das Schlimmste am Job?
Man unterschätzt ihn. Er ist äusserst anstrengend, und man muss immer hundert Prozent geben.

Für welchen Star schwärmen Sie?
Den Berner Sänger und Schauspieler Nils Althaus finde ich sehr sympathisch!

Was sagen Sie zu häufig?
Äuää! Das ist ein typischer Berner Ausdruck und meint «ach was».

Wann haben Sie letztmals geweint?
Als ich das Weltfinale des Elite Model Look in China gewann. Ich war übrigens zum ersten Mal so weit gereist.

Was tun Sie gegen Kummer?
Ich spreche mit meiner Familie oder Freunden. Beim Musikhören oder Joggen kann ich auch abschalten.

Wo sparen Sie?
Ich bin generell ein sparsamer Mensch. Das Geld, das ich früher beim Babysitten und beim Austragen von Medikamenten verdient habe, habe ich auf einem Konto gesammelt. Wenn ein hübsches Sümmchen zusammengekommen war, machte ich eine Shoppingtour. Früher hatte ich 50 Franken Taschengeld im Monat. Seit ich mir Kleidung und Essen selber kaufe, sind es rund 300 Franken. Nun warte ich auf meine Gagen als Model.

Ihr ständiger Begleiter?
Ich besitze keinen Talisman. In meiner Tasche trage ich Natel, Nastüechli, Trinkflasche, Schlüssel und iPod.

Was liegt auf Ihrem Nachttischchen?
Ich habe keins. Neben meinem grossen Bett ist zu wenig Platz dafür.

Wie wohnen Sie?
Mit meinen Eltern und meinem jüngeren Bruder in einem Einfamilienhaus.

Welche Schwächen haben Sie?
Ungeduld und Lindor-Schoggikugeln.

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