Ford C-Max Doppeltes Flottchen

Aus einem Kompaktvan werden zwei: Um für jeden Kunden den richtigen Typ zu bieten, rollt die neue, zweite Generation des Ford C-Max in zwei Karosserievarianten an.
Überwiegend freundlich: Das adrette Styling gefällt ebenso wie die guten Sitze. Nur das Bedienfeld des Multimediasystems verwirrt.
Überwiegend freundlich: Das adrette Styling gefällt ebenso wie die guten Sitze. Nur das Bedienfeld des Multimediasystems verwirrt.

Das «Weltauto» des Autoriesen Ford ist ein Europäer: Der ganz auf hiesige Kunden geschneiderte Kompaktvan C-Max steht als erster Ford auf jener neuen Chassisarchitektur, die künftig unter allen Kompaktwagen von Ford stecken wird – bis 2012 in zehn Autos, die in 120 Ländern rund um den Globus zwei Millionen Mal im Jahr verkauft werden sollen. Damit ist der neue C-Max quasi ein Prüfstein, ob die neue Technikbasis alle Kundenwünsche zu erfüllen weiss. Genau dazu gibt es ihn jetzt quasi doppelt: Der 4,38 Meter lange C-Max richtet sich an Freizeit- und der 14 Zentimeter längere Grand C-Max an Familienmenschen.

Der Grand punktet zudem mit Schiebe- statt Schwingtüren, optional (für CHF 1000.–) mit sieben statt fünf Sitzen, mit noch mehr Luft für Füsse und Köpfe – sowie mit pfiffigen Ideen wie dem hinteren Mittelsitz, der mit wenigen Handgriffen im Boden des Sitzes daneben verschwindet und den Durchgang nach ganz hinten freigibt. Umso verblüffender, wie wenig sich dieser talentierte Van nach Van anfühlt.

Handlich, beinahe spielerisch und mit präziser Dynamik flitzt er um alle Kurven. «Wer sich für einen Kompaktvan entscheidet, will nicht auf Fahrspass verzichten», erläutert uns C-Max-Projektchef Rainer Geschwentner: «Und er ist übrigens auch weltweit der erste Ford mit dem 1,6-Liter-Eco-Boost-Motor.» Der neue Benziner hat es in sich: Downsizing macht Hubraum heute nebensächlich. Stolze 150 oder 182 PS leistet dieser Turbomotor, soll aber nur 6,6 l/100 km brauchen (Werksangabe). Er zieht enorm kräftig an, dreht gierig hoch, wirkt spontan und läuft seidig. Ein echtes Sahnestückchen mit einem feinen Sechsganggetriebe. Für einmal schlägt diese Kombination sogar die gelungenen Diesel. Gute Zutaten für das «Weltauto».

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