Schweizer Illustrierte Ein Abend der Superlative

Tagebuch von Nik Niethammer, Chefredaktor.
Tagebuch von Chefredaktor Nik Niethammer.
Tagebuch von Chefredaktor Nik Niethammer.

Swiss Award 2010 Es war die Nacht der Stars. Und der grossen Gefühle.

Auf dem roten Teppich vor dem Zürcher Hallenstadion gab es am Samstagabend beinahe kein Durchkommen. Keine andere Veranstaltung in der Schweiz weist eine ähnlich imposante Gästeliste auf. Hunderte Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kultur und Showbusiness holen ihr bestes Tuch aus dem Schrank und schreiten – stolz die einen, ein wenig unsicher die anderen – an der Schar kreischender Fans vorbei zur Gala des Jahres.


Falls Sie, liebe Leserin, lieber Leser, selbst einmal über einen roten Teppich gehen, aber von den anwesenden Fotografen und Journalisten nicht angesprochen werden möchten, verrate ich Ihnen den Trick von Kabarettist Viktor Giacobbo: Handy ans Ohr, Blick senken, Sprechgeräusche vortäuschen und den Fotografen im Vorbeilaufen winkend zu verstehen geben: «Tut mir leid, kann grad nicht …»

Kinderarzt Rolf Maibach und Krankenschwester Marianne Barthelmy-Kaufmann haben mit ihrem Team nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti Tausenden das Leben gerettet. Damit tragen erneut Menschen den Titel «Schweizer des Jahres», die herausragende humanitäre Arbeit leisten. Sie stehen auf einer Stufe mit ihren Vorgängern Beat Richner, Lotti Latrous und René Prêtre. Sie sind die besten Botschafter, die die Schweiz zu bieten hat.

Die guten Engel von Haiti – ab Seite 14

Für Spekulationen sorgte Bestseller-Autor Martin Suter, Sieger in der Kategorie Kultur, mit seiner Aussage, es sei ihm «unmöglich», an der Veranstaltung teilzunehmen. Ein neues Buch? Ein Filmprojekt? Falsch: Suter blieb dem Swiss Award fern, weil mit Blick und Schweizer Illustrierte zwei Medien des Ringier-Verlagshauses die Veranstaltung unterstützen. Suter hat im Herbst 2009 jede Zusammenarbeit mit uns eingestellt, weil er sich durch unsere Berichterstattung über den tragischen Tod seines Adoptivsohnes in seiner Privatsphäre verletzt fühlte.

Lieber Herr Suter, ich mag Ihre Bücher. Ich mag Ihnen den Preis von Herzen gönnen. Gerne hätte ich Ihnen persönlich die Hand gereicht. Das war mir und vielen anderen am Samstagabend nicht vergönnt. Nun tue ich es auf diesem Weg. Herzlichen Glückwunsch zum Swiss Award 2010!

Die Sieger, die Stars, die schönsten Roben – ab Seite 20

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Woche mit der Schweizer Illustrierten!

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