Schon gefahren: Renault Clio Grandtour Ein bisschen Platz muss sein

Ab sofort umfasst die neue Generation des Renault Clio auch eine Kombivariante. Neben tollem Design überzeugt der etwas grössere Grandtour vor allem mit einem: seiner Alltagstauglichkeit.
Dynamische Formen mit viel Raum: Der neue Renault Clio Grandtour präsentiert sich in einem für einen Kleinwagenkombi ungewohnt schicken Gewand.
Dynamische Formen mit viel Raum: Der neue Renault Clio Grandtour präsentiert sich in einem für einen Kleinwagenkombi ungewohnt schicken Gewand.

Samstagmorgen, 11 Uhr, Möbelgeschäft. Ein neuer Kleiderschrank muss her. Das Objekt der Begierde ist schnell entdeckt. Nur noch aus dem Regal hieven, und ab gehts zur Kasse. Doch schon vor dem Kauf geht das Zittern los: Passt das Möbel überhaupt ins Auto – oder muss für viel Geld ein Transporter gemietet werden? Beim neuen Grandtour sind solche Sorgen meist unbegründet. Zwar ist der Clio ein Kleinwagen, doch in der längeren Kombivariante wird der Franzose zum wahren Schluckspecht – im positiven Sinne. Der 443 Liter grosse Laderaum kann durch Umklappen der Rückbank auf bis zu 1380 Liter erweitert werden. Auf den ebenen Fahrzeugboden kann dann problemlos das Velo für die nächste Biketour gelegt werden. Reicht der Platz trotzdem noch nicht, kommt der nächste Joker zum Zuge: Beifahrersitz umlegen, und schon passt auch unser 2,50 Meter langer Schrank in den Innenraum.

Die flache Ladekante erleichtert zudem das Einladen des sperrigen Guts. In den Clio Grandtour passen nicht nur die Wocheneinkäufe der vierköpfigen Familie, das Design wird Mutter wie Vater gleichermassen ansprechen. Im Vergleich zum optisch biederen Vorgänger wirkt der neue Kombi frisch und dynamisch. Das Gesicht, geprägt durch die grosse, mittige Raute, ist vom kleinen Bruder übernommen. Dazu gibt es 20 Zentimeter mehr Länge. Aussen sieht er flott aus. Und innen? Auch hier gehts munter weiter. Mit verschiedenen Dekorelementen und Farbkombinationen, passend zur Aussenlackierung, kann dem Interieur eine ganz eigene Note verliehen werden. Doch so knackig, wie der kleine Kombi aussieht, fährt er leider nicht. Die Motorisierungen (zwei Benziner, ein Diesel) sind auf Sparsamkeit ausgerichtet, womit der Grandtour zwar souverän, aber eben nicht besonders sportlich vorwärtskommt. Besonders am Berg ist also viel Schaltarbeit gefragt. Dafür punktet der Familienkombi aber dann später an der Zapfsäule.

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