Schon gefahren: Renault Zoe Elektrisierender Franzose

Mit dem praktischen Elektro-Kleinwagen Zoe will Renault die Massen elektrisieren. Der kleine Stromer ist bereits das vierte reine Elektrofahrzeug der Franzosen. Und er überzeugt im Alltag.
Gelungen Nicht futuristisch, sondern mit allgemein verträglich elegantem Design und umweltschonendem Elektroantrieb fährt der Renault Zoe vor.
Gelungen Nicht futuristisch, sondern mit allgemein verträglich elegantem Design und umweltschonendem Elektroantrieb fährt der Renault Zoe vor.

Für mich ist der Zoe mehr als nur ein Auto. Er ist der moderne und verantwortungsbewusste Inbegriff des automobilen Fortschritts», erklärt Emmanuel Bouvier, Marketingdirektor E-Mobilität bei Renault, stolz. «Schon 1900 wurde rund ein Drittel der Autos mit Elektropower angetrieben. E-Mobile sind also nicht neu, doch erst jetzt ist die Zeit reif für diesen Antrieb», ist er überzeugt. Und Bouvier könnte recht haben. Schon mit dem skurrilen Zweiplätzer Twizy traf Renault den Puls der Zeit – gerade bei uns. Mit 550 Verkäufen ist die Schweiz der viertgrösste Twizy-Markt weltweit. An diesen Erfolg soll ab Juni der kompakte Zoe – im Prinzip als Elektro-Bruder des Volumenmodells Clio – anschliessen. Mit seinem fliessenden Design kaschiert er seinen innovativen Antrieb elegant. Auch im Innenraum besticht der Fünfplätzer mit seiner Schlichtheit und dem übersichtlichen Cockpit.

Keine Tastenflut oder komplizierte Bedienung – einfach reinsitzen, Startknopf drücken, Erkennungsmelodie und «Ready»-Anzeige im hübsch gemachten Display abwarten, Ganghebel auf «Drive» – und schon flitzt der Zoe los. Der 88 PS starke Elektromotor hat dank 220 Nm Drehmoment keine Mühe, das doch rund 1,5 Tonnen schwere Fahrzeug flott voranzubringen – bis Tempo 50 geht es gar in nur vier Sekunden. Theoretisch sollte der Franzose mit einer Batterieladung bis zu 210 Kilometer schaffen, realistischer sind aber wohl eher Werte um gut 150 Kilometer. Beim Fahren positiv: Dank der im Fahrzeugboden untergebrachten Lithium-Ionen-Batterie hat der Zoe einen tieferen Schwerpunkt als der Clio, was sich positiv aufs Fahrverhalten und auch nicht negativ aufs Kofferraumvolumen auswirkt. Im Gegenteil: Der Zoe übertrifft den Clio mit 338 bis 1225 Liter gar leicht. Und praktische Details wie ein Duftspender oder die Wasser und Schmutz abweisende Teflonbeschichtung der Stoffsitze sorgen für zusätzlichen Pfiff im kleinen Stromer. 

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