GaultMillau-Restaurant Alici, Tomarelli und Maialino

Restaurant Cacio e Pepe, Zürich Man spricht vorwiegend Italienisch – im «Cacio e Pepe» im Kreis 3. Und zelebriert authentische, römische Küche. Alles wunderbare alte Familienrezepte der Padrona Luciana di Marzio.
Köchin und Mitbesitzerin Luciana di Marzio und Geschäftsführer Gaspare Leone

Köchin und Mitbesitzerin Luciana di Marzio und Geschäftsführer Gaspare Leone.

Die Trattoria Cacio e Pepe ist in Rom und Mailand eine Institution. Letzten Herbst hat Chefin und Köchin Luciana di Marzio auch ein Restaurant in Zürich eröffnet. Ganz schön unerschrocken; mit den hiesigen Gepflogenheiten der Gastronomie war die engagierte Signora nämlich nicht vertraut. Aber ihr steht der erfahrene Geschäftsführer Gaspare Leone zur Seite. Der lenkt und renkt den Service – und la Padrona. Die werkelt in der Küche. Am liebsten alleine. Denn Kochlöffel, Pfannen und Familienrezepte gibt sie nicht gerne aus der Hand. Alles wird so gekocht und zubereitet, wie sie es für gut befindet. Einzig Neffe Marco darf mithelfen, wird jeweils von Mittwoch bis Freitag aus Italien eingeflogen, um der «Zia» etwas zur Hand zu gehen.

Im «Cacio e Pepe» wird römische Küche zelebriert. Bei den Vorspeisen unbedingt auf Entdeckungsreise gehen. Das sehr freundliche Servicepersonal hilft gerne bei der Auswahl, schlägt auch mal eine halbe Portion vor. Denn hungrig verlässt kein Gast das Lokal.

Uns begeisterten Alici, frische Sardellen, knusprig und fragil auf der Haut frittiert. Polpo mit Puntarelle – der Tintenfisch so zart wie Butter, die grünen Spitzen der Chicorée-Variante eine Wucht. Ebenso die Artischocken alla romana und die «Tortina di carciofi con fonduta di taleggio». Pasta? Tonarelli, die dicken römischen Spaghetti, sind angesagt. «Alla gricia» – mit Guanciale und Schafskäse. Oder «alla carbonara con fiori di zucca» (mit Eiern, Guanciale, Parmesan, Schafskäse, Zucchiniblüten). Ebenso empfehlenswert: die Fettucine «al ragù», diesmal mit Fleisch vom Wildschwein. Als Hauptspeise auf keinen Fall verpassen: «Maialino lardellato al forno» (Ferkel mit Lardo im Ofen knusprig gebraten). Die Tagliata war zart, auf den Punkt gegart. Dazu werden Bratkartoffeln und Auberginen gereicht. Unaufgeregt, aber köstlich. Wie die römische Küche eben so ist.

12/20 GaultMillau-Punkten:
Cacio e Pepe
Zurlindenstrasse 21
8003 Zürich 
Tel. 044 450 51 52 
www.ristorantecacioepepe.ch
Samstagmittag und Sonntag geschlossen

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