GaultMillau-Restaurant Hirsch, Kalb oder Bachsaibling

Das «Dr Süders» in Bern ist eine Beiz für jedermann und darum auch unter der Woche sehr gut besucht. Was Küchenchef Ricardo Burkhard zusammenstellt, gefällt. Neben den Klassikern Tatar, Cordon bleu und Kalbsgeschnetzeltem mit feiner Rösti gibts auch Überraschungen sowie Fisch und Vegetarisches.
Das Restaurant Süder
© Fotos Raja Läubli

Renate Fankhauser und Martin Moser (Gastgeber) mit Küchenchef Ricardo Burkhard.

An einer Kreuzung zwischen Mattenhof und Weissenbühl liegt das ehemalige Gebäude des Berner Südbahnhofs. Heute ist «dr Süder» ein erfolgreich geführtes Restaurant, bekannt für die gekonnte Verarbeitung regionaler Produkte zu einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. So erstaunt es nicht, dass das charmante Lokal auch an Wochentagen oft rappelvoll ist. Die Gastgeber Renate Fankhauser und Martin Moser wissen eben, was ihrer Kundschaft schmeckt.

Vegetarier kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Fleischliebhaber. Klassiker wie Rindstatar, Cordon bleu oderKalbsgeschnetzeltes mit Rösti sind immer im Angebot. Einzig das Mistkratzerli ist von der Karte verschwunden – hoffentlich nur vorübergehend.

Ricardo Burkhard und sein Küchenteam stellen auch stets ein interessantes Menü zusammen, das anlässlich unseres letzten Besuches ganz im Zeichen der goldenen Jahreszeit stand. Ein lauwarmer Linsensalat mit gebackenen Kalbsmilken an Steinpilzschaum sorgte für einen idealen Einstieg und nahm uns den ersten grossen Hunger. Einzig der aromatische Pilzschaum hätte ein wenig wärmer sein dürfen.

Die Suppen im «Süder»? Immer gut. Diesmal wurde uns eine gelungene Pastinaken-Birnen-Suppe mit einer angenehmen Prise Muskatnuss aufgetischt. Zum Hauptgang dann ein treffend gebratenes Hirschfilet an tiefer Portwein-Trauben-Sauce und klassische Wildbeilagen. Auch das Gürbetaler Rindsfilet mit Sauce béarnaise und hervorragenden Bratkartoffeln erfüllte unsere Erwartungen. Wem nicht nach Fleisch ist, dem offeriert das «Süder»-Team auch immer eine Variante mit Fisch. Ein Belper Bachsaiblingsfilet an Safran-Noilly-Prat-Sauce wäre es diesmal gewesen.

Überzeugend auch das Süsse: ein Maroni-Haselnuss-Parfait mit geschmorten Zwetschgen, bei dem das Nussaroma leicht dominierte, und ein grosszügig portioniertes Mirabellen-Tiramisù mit einem gut getroffenen Schuss Hochprozentigem. – Kleine Weinkarte mit grosser Bandbreite.

13/20 GaultMillau-Punkten
Restaurant Süder
Weissensteinstrasse 61 3007 Bern
Tel. 031 371 57 67
So und Mo geschlossen
Visa und Mastercard
Maestro und Postcard
www.restaurant-sueder.ch

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