GaultMillau-Restaurant Blutwurst und Burger vom Meisterkoch

Die heissesten Quadratmeter im Gourmethotel Lausanne Palace? Die Brasserie du Grand-Chêne! Für Blutwurst, Burger und Meergetier stehen die Lausanner Schlange. Ohne Reservation geht gar nix.  
Gastgeber Jean-Jaques Gauer und Executive Chef Edgar Bovier
© Darrin Vanselow

Drei Restaurants im GaultMillau! Gastgeber Jean-Jaques Gauer und Executive Chef Edgard Bovier punkten auch mit ihrer Brasserie.

Direktor Jean-Jacques Gauer und sein Executive Chef Edgard Bovier sind ein verschworenes Team. Sie unternehmen alles, damit ihre Gäste möglichst keinen Grund haben, das noble Hotel zu verlassen. Steht der Sinn nach Haute Cuisine, ist die «Table d’Edgard» die richtige Adresse. Ist Japan gefragt, reserviert der Concierge im hauseigenen «Sushi Zen». Und natürlich fehlt auch nicht eine grossartig-gemütliche Brasserie: Die Brasserie du Grand-Chêne mit einer verführerischen Meerfrüchte-Bank beim Eingang, mit glücklichen Kunden im fast das ganze Jahr praktisch immer ausgebuchten Lokal. Chef Edgard duldet trotz der rustikalen Karte keine Kompromisse. Erstklassige, oft bei kleinen Händlern ausgesuchte Produkte sind selbstverständlich, die subtile Zubereitung ebenfalls. Ein kleiner «Hammer» gleich zur Begrüssung weist den Weg: Boudin (Blutwurst) der Extraklasse, mit einer dünnen Scheibe Lardo colonato!

Der Service ist schwindelerregend flink, man isst zu jeder Tageszeit. Edgard Bovier legt denn auch eine verführerische Karte vor, die jeder Frau und jedem Mann gefällt, unabhängig von Tageszeit und Appetit. Die Fischsuppe mit Rouille war perfekt, köstlich waren die Austern, das einfache Tunatatar mit Wasabi ausgezeichnet, aber zu teuer. Zu den wunderbaren Atriaux gabs ein altmodisches Kartoffelpüree, das Entrecôte Café de Paris war Tradition pur, das Wolfsbarsch-Ceviche ein anregender, erfrischender Genuss. Der EB-Burger (EB für Edgard Bovier) mit Trüffel und Foie gras, dicken Frites und karamellisierten Zwiebeln bewies, dass ein Burger durchaus ein reizvolles gastronomisches Vergnügen sein kann.

Für unseren nächsten Besuch haben wir uns einige weitere Klassiker vorgemerkt: leicht geräucherte Felchen aus dem Lac Léman. Foie-gras-Terrine mit Granny-Smith-Salat. Kalbskopf. Kalbsnierchen, Markbein. Oder auch nur eine Portion «Moules en marinière» mit frischen Pommes frites. Vive la Brasserie!

13/20 GaultMillau-Punkten für das Restaurant:
Lausanne Palace & Spa
La Brasserie du Grand-Chêne
7-9 Rue du Grand-Chêne
1002 Lausanne 
Tel. 021 331 31 31

Täglich geöffnet
Alle Kreditkarten, Maestro und Postcard 
www.lausanne-palace.com 

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