Schweizer Illustrierte Fehltritte & grosse Gefühle

Tagebuch von Stefan Regez, Stv. Chefredaktor.
Schweizer Illustrierte Nr. 46 vom 15. November 2010, Tagebuch.
Schweizer Illustrierte Nr. 46 vom 15. November 2010, Tagebuch.

Victoria & Daniel Die Kronprinzessin von Schweden und ihr Gemahl glänzen im Rampenlicht: Victoria verzaubert mit ihrem Lächeln, Daniel gibt ihr Halt. «Mit Daniel an meiner Seite fühle ich mich sicher», sagt sie. Und er verspricht den Kinder liebenden Schweden schon mal baldigen Nachwuchs fürs Königshaus.

Solch schöne Schlagzeilen kommt der schwedischen Monarchie gelegen. Denn König Carl Gustaf hat sie in die Krise gestürzt. Ein Skandalbuch berichtet von seinen Sexorgien, Lustreisen und mafiösen Seilschaften.

Wie bitte? Königliche Sexorgien in Schweden? Im Land der Political Correctness? Der Geschlechter-Quoten, Prostitutions-Verbote und sauteuren Alkoholika? Da lachen sich innerhalb der EU viele ins Fäustchen, die sich seit Jahren über die politischen Lehrmeister und Besserwisser aus Schweden nerven.

Unser Experte für Europas Königshäuser, Andreas C. Englert, beleuchtet auf witzige Art Carl Gustafs Fehltritte und schwärmt von Victorias grossen Gefühlen. Bleibt einfach zu hoffen, dass der gutbürgerliche Daniel seiner Victoria nie zumutet, was der blaublütige Carl Gustaf seiner Silvia angetan hat.

«Siegeszug ihrer Liebe» – ab Seite 14.

Heimpflege «Es kommt nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird», sagt die deutsche Altersforscherin Ursula Lehr. Daheim alt zu werden, ist eine besonders würdige Form. Und der berechtigte Wunsch vieler Menschen. Ihre Angehörigen sind damit aber oft überfordert.

In unserem neu geschaffenen Gesellschaftsreport fragen wir: Wohin mit den Alten? Die Frage hat soziale Sprengkraft. Denn die Schweiz steuert auf einen akuten Notstand in der Pflege zu – und benötigt bald Tausende von neuen Fachkräften.

SI-Autorin Stephanie Ringel ist auch direkt betroffen: Ihr 77-jähriger Vater hatte gerade einen Schlaganfall. Zu allem Unglück ist er noch hingefallen und hat sich dabei einen Rückenwirbel gebrochen. Jetzt liegt er und braucht Pflege.

«Lange war das Thema Alter und Krankheit nicht in meinem Leben. Plötzlich ist es da, und man strampelt sich durch», sagt Ringel. «Alles ist eine einzige Überforderung: Wie geht es weiter? An wen wende ich mich, wenn ich Hilfe brauche? Wer bezahlt das? Oder schafft das Mama alleine?» Besonders erschwerend: Unsere Autorin lebt nicht in der Nähe ihres Elternhauses. Und das ist heute oft der Normalfall.

«Daheim statt ins Heim» – ab Seite 36.

Ich wünsche Ihnen viel Spass mit der Schweizer Illustrierten!

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