Mitsubishi Space Star Freundlicher Stadtführer

Im Space Star spart man sich die City-Tour im teuren Sightseeing-Bus. Der knuffige Kleinwagen schlängelt sich durch jeden Grossstadtdschungel. Und bietet zudem viel Platz für Souvenirs.
Ein Hingucker. Die schrille Lackierung Pop Green des Testwagens sticht sofort ins Auge.
Ein Hingucker. Die schrille Lackierung Pop Green des Testwagens sticht sofort ins Auge.

Jö, ist der niedlich!» Dies hört man öfter, wenn man mit dem knallgrünen Mitsubishi Space Star unterwegs ist. Sagen es die männlichen Kollegen meist mit einem schelmischen Grinsen, meinen es die Damen ernst: Knuffig sehe er aus, eine echt freundliche Natur. Aber mal abgesehen vom Aussehen: Bietet der kleine «Platz Star» auch das, was sein Name verspricht? Klar, er ist nur 3,71 Meter kurz – also ein richtiger Kleinstwagen. Doch der Innenraum wirkt grösser als erwartet. Auf der Rückbank finden jedenfalls auch Personen über 1,80 Meter Körpergrösse Platz auf der City-Tour. Für dieses Revier ist der Space Star wie gemacht. Mit seinen kompakten Abmessungen findet man immer irgendwo eine Parklücke – mag diese noch so eng sein. Wenn man nicht steht, ist man im Stadtverkehr nicht besonders aufregend, aber flott unterwegs. Einzig die hakelige Schaltung ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Der schnatternde Drei-Zylinder-Motor mit 80 PS soll laut Werk 4,3 Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen. Was sonst eher Traumwerte als realistische Angaben sind, entpuppt sich beim Mitsubishi Space Star als nahezu wahrheitsgetreu. So gönnt sich der Japaner in unserem Test im Schnitt 4,7 Liter. So bietet selbst der kleine 35-Liter-Tank eine Reichweite von über 700 Kilometern. So viel man an der Zapfsäule spart, so viel will beim Kauf des Space Star aber auch erst einmal investiert sein. Die Preise ab rund CHF 14 000.– mögen Schnäppchenjäger zwar erst mal abschrecken. Den konkurrierenden Kleinwagen Dacia Sandero gibt es schliesslich immerhin schon für CHF 5000.– weniger. Doch schaut man auf die Ausstattungsliste des Space Star, kriegt man auch einiges für sein Geld. Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Radio mit CD-Player und MP3, Fernbedienung für die Zentralverriegelung, fünf Türen. Das kostet beim Billiganbieter alles extra – und schon schmilzt der Preisvorteil wie Schnee in der Sonne dahin.

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