Allergie Bienengift kann Leben gefährden

Bienengift kann Leben gefährden

Bienen verlieren in der Regel ihren Stachel, Wespen nicht.

In der Schweiz sterben jährlich drei bis vier Personen an Bienenstichen. Allergiker können sich dank einer Hypnosensibilisierung schützen.

Ein kleiner Stich reicht, um in Lebensgefahr zu geraten. Mögliche Symptome: Schwellungen, Atemnot, Schwindel und Kreislaufprobleme. Im schlimmsten Fall droht sogar der Tod. In der Schweiz reagieren etwa 300'000 Menschen allergisch auf Bienenoder Wespenstiche. Ihnen rät Prof. Peter Schmid-Grendelmeier, Leiter der Allergiestation des Universitätsspitals Zürich, zu einer Hyposensibilisierung. «Auch wenn die Therapie mit drei bis fünf Jahren relativ lange dauert, die Chancen auf ein beschwerdefreies Leben stehen sehr gut.» So sind rund 90 Prozent der Behandelten danach geschützt.

Ein Bluttest beim Hausarzt zeigt, ob man zur Allergikergruppe gehört. Doch wie weiss man, ob es diesen Test überhaupt braucht? «Das ist bei übermässigen Reaktionen sinnvoll», erklärt Prof. Schmid-Grendelmeier. Dazu gehören starke Schwellungen und allgemeine Symptome. «Schwellungen, die grösser sind als der Handteller des Gestochenen oder über zwei Gelenke hinausgehen, sind verdächtig», sagt Prof. Schmid-Grendelmeier. Auch die Zeit ist ein wichtiger Indikator. Es gilt: Je schneller eine Reaktion erfolgt, desto gefährlicher. Ein Schock zeigt sich meist innerhalb von fünf bis zehn Minuten. Beim Nesselfieber liegt die Reaktionszeit bei fünfzehn Minuten, bei einer Schwellung bei etwa einer Stunde. «Generell kann man sagen, dass wenn nach einer Stunde nichts passiert ist, kaum noch Gefahr besteht.»

Die besten Vorsichtsmassnahmen gegen Bienen- und Wespenstiche für Allergiker: immer das Notfallset mit sich tragen. Auf Nester in hohlen Baumstämmen achten. Bei Gartenarbeit geeignete Kleidung tragen. Wer trotzdem gestochen wird, sollte vor allem beim Entfernen des Stachels aufpassen – egal ob Allergiker oder nicht. Am besten kratzt man ihn mit dem Fingernagel weg. Wenn man ihn zwischen zwei Finger klemmt, drückt man den Giftsack zusammen und entleert ihn.

Mehr Infos: www.aha.ch

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